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| 487 | Bandscheiben | Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben oder Zwischenwirbelscheiben (=Disci inter vertebralis), die als Puffer die Körperlast abpolstern. Sie bestehen aus einem äußeren Faserknorpelring (=Anulus fibrosus) und einem innen liegenden Gallertkern (=Nucleus pulposus). Die Bandscheibe ist mit der Grund- und Deckplatte der benachbarten Wirbelkörper fest verwachsen. Der Gallertkern wirkt wie ein Wasserkissen, welches Stoßkräfte beim Laufen und Springen absorbiert. Die Bandscheiben bedingen etwa 25 % der Wirbelsäulenlänge. Durch den druckbedingten Wasserverlust der Bandscheiben im Laufe des Tages, kann die Körperlänge um 2-4 cm abnehmen.
In der dritten und vierten Lebensdekade kommt es durch degenerative Veränderungen des Anulus fibrosus zum Austreten von Teilen des Nucleus pulposus. Wenn sich der Nucleus pulposus dabei in den Wirbelkanal vorschiebt, nennt man dies einen "Bandscheibenvorfall". Der Bandscheibenvorfall kann dann auf das Rückenmark oder auf die Spinalnerven drücken und so zu ausstrahlenden Schmerzen in das jeweilige Bein, auf dessen Seite der Vorfall liegt, führen.
Neben der Bandscheibe und den kleinen Wirbelgelenken sind die einzelnen Wirbel noch durch Bänder verbunden. Längsbänder(=Ligamenti) verlaufen ventral und dorsal an den Wirbelkörpern entlang. Ein Bandscheibenvorfall durchbricht teilweise das hintere Längsband und gelangt so in den Wirbelkanal. Die Wirbelbögen werden durch ein gelbes Band (=Ligamentum flava) verbunden, welches einen hohen Gehalt an elastischen Fasern aufweist. Weiterhin spannt sich ein Band zwischen den Querfortsätzen (=Ligamentum intertransversarium), das die Seitneigung der Wirbelsäule einschränkt. Zwischen den benachbarten Dornfortsätzen ziehen ebenfalls zwei Bänder (=Ligamenti supraspinales), die die Beugung der Wirbelsäule hemmen.
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