08.03.2022

Vom Sportmuffel zur Yoga-Lehrerin

Erst Kolleginnen, dann Freundinnen, und nun Geschäftspartnerinnen – Tanja Schober und Maike Wokurka haben sich einen Traum erfüllt und Anfang des Jahres gemeinsam ein Yoga-Studio eröffnet, in dem sie mehr als Yoga-Kurse anbieten.

Vor sechs Jahren wurden sie zufällig Kolleginnen und eine Freundschaft nahm ihren Anfang. Beide Frauen hatten sich nach der Schule für eine Ausbildung zur „Zahnmedizinischen Fachangestellten“ entschieden und sich in diesem Bereich weitergebildet. Maike Wokurka schloss erfolgreich eine Fortbildung zur Abrechnungsmanagerin und Tanja Schober zur zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin ab. Parallel dazu waren sie 40 Stunden in einer Zahnarztpraxis tätig.

Über die Sympathie hinaus verband beide die Erkenntnis, dass der Job nicht erfüllend war.

Maike WukorkaTanja – ursprünglich ein Sportmuffel, wie sie selbst sagt – entdeckte per Zufall den „Pole Dance“ und verlor ihr Herz an diesen Sport. Irgendwann machte sie ihren Trainerschein und bekam gleich einen Nebenjob als Pole-Dance-Trainerin. Auch Maike lernte diese Sportart kennen und lieben. Sie erfuhr, wie anstrengend diese Sportart ist, und mochte die körperliche Erschöpfung nach dem Training. Auch wenn die Tage von Arbeit und Hobby ausgefüllt waren, verließ beide nicht das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas fehlte.

Aber was? Maike versuchte es mit einen Yoga-Kurs und auch Tanja fand auf Anraten ihrer Physiotherapeutin zum Yoga. Die Faszination dieser Lebens- und Sportart zeigte Wirkung. Beide Frauen waren begeistert und ihr Wunsch nach Veränderung ließ in ihnen den Plan reifen, selbst Pole Dance und Yoga zu unterrichten.

Kurzerhand meldeten sie sich am IST zum Kompaktkurs „Vinyasa-Yoga Instructor“ an, um tiefer in die Yoga-Philosophie einzutauchen und herauszufinden, ob sie mit ihrer Idee den richtigen Weg eingeschlagen hatten. Und das hatten sie.

Sie schlossen am IST die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin nahtlos an, Maike machte parallel ihren Trainerschein für Pole Dance und beiden war klar: ein eigenes Studio wäre ein Traum.

Tanja SchoberBei einem Traum ist es nicht geblieben. Die mutigen jungen Frauen haben alles darangesetzt, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Sie fanden eine passende Immobilie, die sie mit viel Kraft und Engagement umgebaut und passend für ihre Bedürfnisse hergerichtet haben. Zum Jahresanfang konnten sie in Alsdorf die Eröffnung ihres Pura-Studios für Yoga, Pole und Stretching feiern.

„Es war nicht immer leicht für uns, neben einem Vollzeitjob alles unter einen Hut zu bekommen, und auch gar nicht so einfach, eine passende Immobilie zu finden“ erzählt die 31-jährige Tanja. „Da der Pole-Sport immer noch negativ behaftet ist, haben uns viele Vermieter deshalb leider abgewiesen.“
„Umso schöner ist es, dass wir für unsere Hartnäckigkeit belohnt wurden mit für uns perfekten, zentral gelegenen Kursräumen“, ergänzt die 24-jährige Maike. „Dafür haben wir allerdings jeden Abend und jedes Wochenende in den letzten Monaten unsere gesamte Kraft in den Umbau des Studios gesteckt. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Es gab auch an anderen Stellen Gegenwind. Da beide zusammen in der gleichen Zahnarztpraxis arbeiten, war der Chef wenig begeistert von den Plänen seiner Angestellten. Zeitweise hatten die beiden Frauen echte Existenzängste, da sie wussten, dass sie zu Beginn vom Ertrag des Studios nicht würden leben können. „Unser Arbeitgeber wollte uns keine Stunden kürzen und wir wussten nicht, wie wir ein qualitativ hochwertiges Studio neben einem 40-Stunden-Job meistern sollten“, erinnert sich Tanja. „Zum Glück kam es zu einer Einigung.“Maike Wokurka

Heute arbeiten beide noch 25 Stunden in der Zahnarztpraxis und ungezählte im eigenen Studio. „Wir arbeiten Hand in Hand. Jede von uns unterrichtet Yoga, Pole und Stretching. Wir können uns jederzeit gegenseitig vertreten“, fasst Tanja zusammen. „Alles, was außerhalb unserer Kurse stattfindet, wie Büroarbeit oder Putzen, wird von derjenigen erledigt, die grad Zeit hat.“

Pole Dance, Stretching und Yoga? Wie passt das zusammen? „Da wir aus eigener Erfahrung wissen, wie anspruchsvoll der Pole-Sport ist und wie gut Yoga mit diesem zusammenspielen kann, haben wir uns entschieden, genau diese Kombination unseren Kunden anzubieten“, erläutert Maike das Konzept. „Stretching ist ein guter Begleiter, um intensiver die Yoga- und Pole-Haltungen ausführen zu können. Zudem stärkt es unsere Muskeln, Sehnen und Bänder.“

Die Yoga-Weiterbildung am IST war für die beiden die Initialzündung, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „Unsere Erwartungen an die Weiterbildung am IST wurden mehr als erfüllt. Unsere Dozentin Annette gab uns einen guten Rat mit auf den Weg: ‚Bleibe dir selbst treu und immer du selbst‘", schwärmt Tanja. „Mit diesem Rat sind wir nun in die Selbstständigkeit gestartet. Wir sind dankbar, dass wir so gut unterstützt und betreut wurden.“

Wir wünschen Maike und Tanja mit ihrem Pura-Studio alles Gute und viel Erfolg!

Weitere Informationen zu den IST-Yoga-Weiterbildungen finden Sie hier.