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14.03.2019

IST-Absolventin Sabrina Nevermann findet anspruchsvolle Position im Revenue Management.

„Ich wollte meine Karriere nicht auf Eis legen“

Ein kleines Kind zu versorgen, ist anstrengend. Tag und Nacht verantwortlich zu sein, raubt jungen Eltern Schlaf, Kraft und oft auch Nerven. Sabrina Nevermann hat aber während ihrer Elternzeit zusätzlich eine Weiterbildung besucht. Hut ab!

Die 34-Jährige entschied sich trotz Kleinkind zu der Weiterbildung „Hotelbetriebswirt“ am IST, um auch während dieser Auszeit beruflich am Ball zu bleiben. Sie hat eine große Anstrengung in Kauf genommen und wurde tatsächlich für diesen Einsatz belohnt. Sie hat einen attraktiven Job im Revenue Management der Marriott International Inc. gefunden.

IST: Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, während der Elternzeit eine Weiterbildung zu beginnen?
Sabrina Nevermann:
Ich war vor der Elternzeit als Direktionsassistentin mit den Schwerpunkten F&B-Management und Training tätig und hatte Bedenken, dass meine Elternzeit meine „Karriere“ auf Eis legen wird. Führungspositionen in Teilzeit sind in Deutschland leider sehr rar. Deshalb habe ich mich entschlossen, ein Fernstudium zu absolvieren, um bessere Bewerbungschancen auf dem Markt zu haben. Während des Studiums habe ich vieles theoretisch erfasst, was ich bereits in der Praxis umgesetzt hatte. Aber eine zusätzliche Qualifikation ist meistens hilfreich.

Und warum haben Sie direkt das ganz große Paket „Hotelbetriebswirt“ geschnürt und nicht ein kürzeres, weniger intensives Zertifikat ins Auge gefasst?
Nevermann:
Aufgrund meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau, meines beruflichen Werdeganges und der wichtigste Punkt: aufgrund meiner Leidenschaft für die Hotellerie!

Wie haben Sie diese anstrengende Zeit gemeistert?
Nevermann:  Es klingt banal, aber meines Erachtens ist das Wichtigste beim Lernen die Selbstmotivation. Sich Raum und Zeit zu schaffen und einfach zu starten.

Wie sind Sie an den neuen Job gekommen? Hat der neu erworbene Abschluss Ihnen tatsächlich dabei geholfen?
Nevermann:
Ich habe mich initiativ beworben und bin überzeugt, dass der ‚Hotelbetriebswirt‘ ein wichtiger Faktor war, um im Revenue Management beginnen zu können. Denn es ist eine sehr komplexe Abteilung im Hotelwesen und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind unabdingbar. Zudem zeigt ein Fernstudium während der Elternzeit meine Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung und auch einen gewissen Grad an Belastbarkeit.

Wir würden sagen, einen hohen Grad an Belastbarkeit. Wo arbeiten Sie denn jetzt genau? Und was ist das Besondere an Ihrem Job dort?
Nevermann:
Ich arbeite im Sheraton Düsseldorf Airport, welches von den Munich Hotel Partners betrieben wird. Das besondere an unserem Hotel ist die Lage: Man gelangt in wenigen Schritten vom Terminal des Düsseldorfer Airports in unser Hotel. Die Lage ist einzigartig, umsäumt von 10.000 m² Grünfläche zentral auf dem Dach des Parkhauses P3. Eine weitere Besonderheit unseres Hotels ist, dass bei uns Menschen aus 19 Nationen beschäftigt sind.

Was gehört heute konkret zu Ihren Aufgaben?
Nevermann:
Das Revenue Management ist ein relativ neues Berufsfeld in der Hotellerie. Er befasst sich intensiv mit der Umsatzentwicklung des Betriebes und den Einflüssen auf diese. Im Revenue Management ist man für die Pflege aller Reservierungssysteme verantwortlich. Man aktualisiert und analysiert Daten wie Belegungszahlen, Zeiträume, lokale Events und die Mitbewerber. Das Revenue Management bedient sich zur Ertragssicherung sogenannter „Yieldtechniken“ wie der optimalen Preisgestaltung. Das richtige Produkt zum richtigen Preis, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Vertriebskanal verkaufen – so lautet der bekannte Leitsatz unseres Aufgabenfeldes. Zu den Alltagsaufgaben gehört unter anderem das Forecasting, Erstellen von Statistiken und Analysen, Ratenquoting, Updating von Promotions und die Beobachtung des Marktes.

Wie sehr hilft Ihnen das Erlernte aus der Weiterbildung in Ihrem Berufsalltag?
Nevermann:
Ich habe am IST einen Gesamtüberblick über Revenue- und Yieldmanagement erhalten, was den Einstieg in dieses Arbeitsfeld erleichtert hat.

Was hat Ihnen an der Weiterbildung ganz besonders gut gefallen? Würden Sie sie weiterempfehlen?
Nevermann:
Ja, würde ich. Ich war mit der telefonischen Betreuung sehr zufrieden. Auch die Präsenzseminare und die Prüfungsvorbereitung waren toll. Generell würde ich den Hotelbetriebswirt ehrgeizigen Hotelkollegen empfehlen, die bereits erste Erfahrungen im Management haben und schon Einblicke in betriebswirtschaftliche Zahlen hatten. Des Weiteren sollte man in der Lage sein, sich selbst zum Lernen zu motivieren.

Haben Sie ein Ziel, das Sie mit Ihrer Ausbildung erreichen wollten bzw. welchen „Traum“ haben Sie?
Nevermann:
Mein berufliches Ziel ist es, selbst zukünftig Hoteldirektorin zu werden. Deshalb versuche ich möglichst viele Kenntnisse zu erhalten und meinen Horizont zu erweitern. Zuvor habe ich bei einer großen europäischen Hotelkette gearbeitet und nun arbeite ich für die größte Hotelkette der Welt, die Marriott International Inc.. Ein Traum von mir ist, die Hotellerie als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren und die vielen positiven Aspekte des Hotelwesens darzustellen. Die Welt steht einem offen, es gibt unendlich viele potentielle Arbeitgeber und wer möchte, wird in diesem Bereich immer eine Tätigkeit finden. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Berufsfeld mit vielen Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten.

Vielen Dank für das Gespräch.

Alle Informationen zur Weiterbildung „Hotelbetriebswirt“ finden Sie auf unseren Seiten.