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09.10.2013

„Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht“

„Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht“

Lena Schuster hat einen Traum. Seit „eigentlich immer“ weiß sie schon, dass sie in der Gastronomie und Hotellerie arbeiten möchte. Am liebsten in einem eigenen Betrieb. Seit ihrer Schulzeit arbeitet die Wahl-Münchnerin konsequent auf die Erfüllung ihres Traums hin und hat am IST-Studieninstitut die Weiterbildung „Gastronomiebetriebswirt“ besucht.

Die 31-jährige aus Nordrhein-Westfahlen hat nach ihrem Fachabitur Tourismusmanagement (Bachelor)mit den Schwerpunkten Marketing und Hospitality an der FH Heide in Holstein studiert. Nach Abschluss des dreijährigen Studiums hatte es sie nach Bayern an den Starnberger See in das Seehotel Leoni verschlagen. Dort war sie als ‚Assistant Sales‘ tätig. Aber nach knapp einem Jahr wechselte sie ins Hotel  Sofitel Munich Bayerpost in München, um im Bereich ‚Convention Sales‘ als Assistant zu arbeiten. „Mein Ziel war eigentlich immer der Veranstaltungsbereich in einem erstklassigen Hotel. Dieses Ziel hatte ich mit der Anstellung im Sofitel Munich Bayerpost erreicht und ich habe hier wahnsinnig viel dazu gelernt“, so Lena Schuster. „Im Laufe der Zeit hat sich bei mir der Wunsch entwickelt, mein Wissen noch zu erweitern, „näher dran zu sein“ und dafür habe ich im Catering die besten Möglichkeiten gesehen.“ Seit nunmehr knapp drei Jahren ist Lena Schuster bei der Firma Schuhbeck im Partyservice als Projektleiterin tätig.

Hier ist sie „ganz nah dran“ und freut sich, ins Catering gewechselt zu haben, auch wenn es eine riesige Herausforderung war, „da ich ja keine klassische Ausbildung in der Gastronomie absolviert habe.“ Hier ist ihr Aufgabenbereich sehr abwechslungsreich. Sie erstellt Angebote für die unterschiedlichsten Veranstaltungen, plant und organisiert Veranstaltungen und führt diese auch vor Ort durch. Aufbau, Mise en Place, Servicebriefing, Serviceleitung und wenn nötig ist, Abbau… Natürlich gehört auch die Nachbereitung einer Veranstaltung, die Rechnungsstellung und die Budgetüberwachung zur ihren Aufgaben. Darüber hinaus ist sie immer wieder auf der  Suche nach neuen Locations, macht Locationbesichtigungen, nimmt Kundentermine wahr, übernimmt die Reise- und Fuhrparkplanung sowie alle anfallenden Bestellungen und ist außerdem für die Administration, Kundenpflege und das Marketing zuständig. „Wenn die Zeit es zulässt“, lacht die Hobbytänzerin.

Einen typischen Tag zu beschreiben, fällt ihr schwer. „Es gibt in meinem Job keinen typischen Arbeitstag.“  Wenn sie nicht mitten in einer Veranstaltung steckt, dann  erstellt sie Angebote, erledigt die Korrespondenz, bespricht Details mit Kunden, kümmert sich um den Verkauf oder schließt Projekte ab. „Haben wir jedoch eine Veranstaltung, beginnt der Tag meist recht früh an der Location mit den gesamten Anlieferungen und Aufbauten. Briefing der Logistiker, was der Tag so bringt und was erledigt werden muss. Sind die Großaufbauten erledigt – wie Küche, Strom und Mobiliar –, trifft das Servicepersonal ein. Eindecken, Mise en Place, Briefing und die kleinen und großen Herausforderungen bewältigen. Letzte Absprachen mit dem Veranstalter. Durchführung der Veranstaltung vom Aperitif bis zum Dessert… dann wieder Abbau der Veranstaltung, letzter Check der Location, ob alles in Ordnung ist und dann in den Feierabend. Da kann es mal passieren, dass ich mein Büro mehrere Tage gar nicht sehe“, erklärt Schuster.

Und trotz des Stresses liebt Lena Schuster ihren Beruf. „Die Abwechslung fasziniert mich. Jede Veranstaltung ist anders. Ich lerne jeden Tag etwas Neues und muss mich immer wieder auf neue Situationen einstellen. Eines hat mir mein Job sehr deutlich gemacht: Es gibt für jedes Problem eine Lösung, wenn man bereit ist, sich mit den Dingen zu beschäftigen und auch mal um die Ecke denkt.“

Auch wenn ihr Job sehr spannend ist, will Lena Schuster nicht stehen bleiben. Deshalb war sie auf der Suche nach einer konkreten und vor allem praxisbezogenen Weiterbildung, die sich mit der Gastronomie und all deren Facetten beschäftigt. Sie hat sie sich für die IST-Weiterbildung „Gastronomiebetriebswirt“ entschieden. Warum?  „Mir war es wichtig, mich konkreter in der Gastronomie weiter zu entwickeln. Ich denke, die Gastronomie stellt in allen Bereichen, sei es Marketing, Personalmanagement oder Controlling, besondere Anforderungen. Das erkennt man zwar im Berufsalltag, folgt aber eher dem Motto ‚learning by doing‘. Mit der Weiterbildung erweitere ich aber mein Wissen und die Inhalte geben mir immer wieder neue Impulse, meine Arbeit neu zu strukturieren und zu optimieren“, erläutert Schuster.

Konkrete berufliche Ziele hat sich Schuster nach der Weiterbildung noch nicht gesteckt und auch der Plan für einen eigenen Betrieb liegt noch in der Schublade. Für sie war es in erster Linie wichtig, sich selbst weiter zu entwickeln und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. „Abgesehen davon ist sich jeder Arbeitgeber darüber im Klaren, dass eine Weiterbildung Aufwand und Arbeit bedeutet, der entsprechende Mitarbeiter oder Bewerber aber Interesse hat, sich zu entwickeln und engagiert ist.“, so Schuster. „Dies hilft natürlich nicht nur bei der Suche nach einer neuen Position, sondern auch im eigenen Unternehmen.“

Und wenn sich Lena Schuster doch eines Tages für ein eigenes Unternehmen entscheidet und ihren Traum verwirklicht, kann sie auf lange Berufserfahrung und das entsprechende Know-how zurückgreifen, das sie sich in ihrer Weiterbildung angeeignet hat.

Wir wünschen Frau Schuster für ihre Zukunft alles Gute!