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09.06.2020

Fabian Friese ist erfolgreicher Bäderbetriebsmanager - dank IST-Weiterbildung.

„Der Job ist unglaublich abwechslungsreich“

Bäderbetriebsmanager stehen vor vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben in ihrem Job. Fabian Friese kam vor acht Jahren als Quereinsteiger in die Branche und bereut es nicht.

Friese, heute Badbetriebsleiter bei der Dinslakener Bäder GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Dinslaken, ist gelernter Kälteanlagenbauer mit Meistertitel. In seiner Freizeit engagiert sich der 34-Jährige bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und ist dort seit vielen Jahren der Ausbildungsleiter der Ortsgruppe. „Diese Mischung aus technischem Sachverstand und Kenntnissen der Wasserrettung erregte das Interesse des Personalleiters der Stadtwerke Dinslaken, den ich durch ein gemeinsames Event kennengelernt habe. Schließlich bot er mir im Frühsommer 2012 einen Job an. Im September 2012 stieg ich bei den Stadtwerken zunächst als stellvertretender Betriebsleiter ein“, erinnert sich Friese.

Für den nächsten Schritt, nämlich die Übernahme der Badleitung, brauchte Friese noch zusätzliche Kenntnisse, die er in der damals noch jungen IST-Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ erwarb. Sein Arbeitgeber sagte ihm Unterstützung zu und übernahm die Kosten.

„Ich war seit dem ersten Tag von der freundlichen Professionalität des gesamten Teams fasziniert. Das IST hat es verstanden, Teilnehmer zu begeistern. Sämtliche Dokumente sind klar verständlich aufgearbeitet, so dass auch nach langer Abstinenz der Schulbank das Lernen echt Spaß bereitet. Die Weiterbildung habe ich bereits vielen Kolleginnen und Kollegen weiterempfohlen, und meine Stellvertreterin hat dann ebenfalls aus eigenem Antrieb die Fortbildung absolviert.“

Es gibt Tage, da blättert Friese noch in den Studienheften und liest sich in einzelne Themengebiete nochmal ein. „Die Tätigkeit eines Bäderbetriebsmanagers ist ja sehr umfangreich und auch herausfordernd. In den letzten siebeneinhalb Jahren habe ich mich mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Neben den vielen Gebieten, die typisch für ein Schwimmbad sind, kommen auch immer wieder spezielle Themen zum Vorschein. Das Thema Datenschutz war hier ein großer Themenblock.“

Eine Herausforderung der ganz besonderen Art sieht Friese im anhaltenden Fachkräftemangel und in der Wiedereröffnung der Bäder nach dem coronabedingten Lockdown.

In allen Positionen sei es schwer geworden, geeignete Mitarbeiter zu finden. Dies finge schon bei den Rettungsschwimmern an, erklärt Friese. „Durch die straffen Pläne in Schulen und Hochschulen haben die jungen Leute heute kaum Zeit für einen Nebenjob. Hinzu kommt oftmals die unattraktive Arbeitszeit, immer dann, wenn andere ihre Freizeit genießen, arbeiten wir. In den Fachbereichen ist es noch schlimmer. Auszubildende zum Fachangestellten für Bäderbetriebe sind kaum zu finden  wir haben somit in den letzten zwei Jahren keinen einzigen Azubi eingestellt, bedauert der Manager. Ein Lösungskonzept habe er, wie die meisten der Branche, nicht zur Hand, denn die Arbeitszeiten ließen sich nun mal nicht ändern. „Und dabei ist es ein unglaublich spannendes Arbeitsumfeld, das Bäder bieten.“

Fabian FrieseUnd jetzt auch noch Corona. Die Bäder stehen in NRW kurz vor der Wiedereröffnung, bzw. haben gerade wiedereröffnet. Die Bäder haben alle Hände voll damit zu tun, Hygienekonzepte zu entwickeln und im laufenden Betrieb umzusetzen. In Dinslaken kommt ein Umbau erschwerend hinzu. „Seit Anfang 2019 erweitern wir unser Bad DINamare. Wir bauen derzeit ein Sport- und ein Kursbecken an. Zeitgleich werden unsere Duschen und Umkleiden vergrößert, um der wachsenden Wasserfläche gerecht zu werden. Seit Anfang April sollten unsere Gäste eigentlich ein Containerdorf nutzen, um sich umzuziehen und zu duschen  dann kam Corona! Durch die Corona-Schutzverordnung ist die Nutzung einer solchen Containeranlage unmöglich geworden, so dass wir die Schließung bis Mitte September verlängern mussten. Mitte September werden wir dann mit den neuen Umkleiden das Bad eröffnen. Derzeit stecken wir unsere ganze Energie in die Bauleitung, um diesen straffen Zeitplan halten zu können.“

Im September wird es dann auch in Dinslaken wieder möglich sein, unter Auflagen schwimmen zu gehen. Friese liegt dabei eine Zielgruppe besonders am Herzen: „Ich würde mir wünschen, dass unsere älteren (Früh-)Schwimmer die Lage nicht verharmlosen und sich zu schnell in Gefahr bringen. Insbesondere die Risikogruppen sollten die Warnungen der offiziellen Stellen ernst nehmen und ihren Schwimmbadbesuch vielleicht noch ein wenig verschieben. Insgesamt wünsche ich mir, dass wir schnell zur Normalität des Sommers 2019 zurückkehren.“

Das wünschen wir uns alle!

Auch Andreas Ebert, Geschäftsführer der Sport und Freizeit Leinefeld-Worbis, bestätigt in unserem aktuellen Video die Attraktivität der Branche und beleuchtet die sehr guten Jobaussichten für den Nachwuchs.

Alle Informationen zur Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ gibt es hier.