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07.07.2010

Sportliche Ambitionen mit Zukunftsplanung verbinden

IST-Absolvent Lars Kindgen ist neuer Geschäftführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV). Wir sprachen mit ihm über seine Aufgaben, seine IST-Weiterbildungen „Sportmanagement“ und „Sportfachwirt (IHK)“ und die Notwendigkeit für Fußballer, sich rechtzeitig auf die Zeit nach der Karriere vorzubereiten.

Lars Kindgen (38) hat als aktiver Fußballer unter anderem für den Wuppertaler SV, Alemannia Aachen, den VfB Lübeck, Rot-Weiß Essen, Holstein Kiel und den VfL Osnabrück gespielt. Seit einigen Jahren arbeitet er für die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV), wo er nun gemeinsam mit Ulf Baranowsky die Geschäftsführung übernommen hat.

Die VDV vertritt als vom DFB, Ligaverband und DFL offiziell anerkannte Spielergewerkschaft die Interessen der Fußballprofis in Deutschland und unterstützt ihre über 1.300 Mitglieder neben den Bereichen Vorsorge, Recht, Medizin und Training auch im Bereich Bildung. Seit vielen Jahren arbeitet die VDV hier schon erfolgreich mit dem IST-Studieninstitut zusammen. Denn da es für Fußballprofis aufgrund von Trainings- und Wettkampfzeiten schwierig ist, eine reguläre Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren, bietet das IST mit seinen Fernlehrgängen die ideale Lösung für die Sportler.

Das hat Lars Kindgen selbst erfahren. Der 38-Jährige hat beim IST die Weiterbildungen „Sportmanagement“ und „Sportfachwirt (IHK)“ absolviert. Und davon profitiert, wie er im Interview verrät.

Herr Kindgen, wie ging es direkt nach Ende Ihrer aktiven Karriere beruflich für Sie weiter?
Lars Kindgen: Zuerst habe ich als Geschäftsstellenleiter eines Verbandsligisten in Lübeck gearbeitet. Danach habe ich mich mit einer Sportmarketingagentur selbständig gemacht, wobei die VDV einer meiner ersten Auftraggeber war. Seit 2005 bin ich bei der VDV festangestellt und habe als Teambetreuer bzw. Anti-Doping-Beauftragter gearbeitet. Seit März 2010 bin ich nun Geschäftsführer der VDV-Wirtschaftsdienste GmbH.

Was genau sind Ihre Aufgaben als VDV-Geschäftsführer?
Kindgen: Meine Aufgaben umfassen die Akquise von neuen Sponsoren, die Planung und Durchführung von VDV-Projekten – wie dem Trainingscamp für vereinslose Spieler oder die Anti-Doping-Kampagne – sowie die Leitung des Teambetreuer-Teams und die Mitgliederbetreuung.

Gibt es spezielle Ziele, die Sie sich bei Ihrer neuen Aufgabe gesetzt haben?
Kindgen: Die Ziele für die Zukunft sind unter anderem das stetige Wachsen des Verbandes, der Ausbau der Serviceleistungen für die Mitglieder, die Weiterentwicklung der Marke VDV sowie die Durchsetzung unserer politischen Ziele für unsere Mitglieder.

Sie haben beim IST die Fernstudiengänge „Sportmanagement“ und „Sportfachwirt (IHK)“ absolviert. Wie bewerten Sie rückblickend die IST-Weiterbildungen und haben sie Ihnen im beruflichen Alltag weitergeholfen?
Kindgen: Die Weiterbildungen beim IST haben mir sehr gut gefallen, da ich meine sportlichen Ambitionen mit meiner Planung für die Zukunft verbinden konnte. Des Weiteren habe ich mich in allen Belangen sehr gut aufgehoben gefühlt, da die Betreuung durch die Mitarbeiter des IST absolut lobenswert und das vermittelte Wissen durch die Studienhefte immer auf dem neusten Stand war. Die Abschlüsse, die ich beim IST gemacht haben, haben mir sehr geholfen, die ersten Schritte im Berufsleben mit dem nötigen Fachwissen, das von hoher Bedeutung ist, zu machen.

Wie wichtig ist Weiterbildung Ihrer Meinung nach grundsätzlich für Fußballprofis?
Kindgen: Meines Erachtens sollte jeder Profi die Zeit während seiner Karriere nutzen, um sich auf die Zeit nach dem Fußball vorzubereiten. Die Möglichkeiten, die sich durch das Absolvieren von Fernlehrgängen bieten, sollte aus meiner Sicht jeder Fußballprofi nutzen. Man kann seinen Beruf ausüben und sich gleichzeitig auf eine Karriere nach der Profikarriere vorbereiten, denn die Zeit für solche Dinge hat jeder Fußballprofi.

Wie bewerten Sie die langjährige Kooperation zwischen der VDV und dem IST?
Kindgen: Von der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit profitieren beide Seiten. Die Anregungen der VDV – beispielsweise zu den Lerninhalten – werden stets sehr ernst genommen und in vielen Fällen umgesetzt. Das war zuletzt unter anderem wieder der Fall beim Aufbau des englischsprachigen Fernlehrgangs „Sports Management Basics“, der sich insbesondere an ausländische Fußballprofis richtet. Dass die Kooperation gut funktioniert, zeigt sich auch an der hohen Zahl von beim IST studierenden VDV-Mitgliedern. 

Herr Kindgen, wir bedanken uns für dieses Gespräch.


Weitere Informationen zur VDV gibt es unter www.spielergewerkschaft.de.