04.03.2026


IST-Hochschule bringt Expertise in bundesweites NEBB-Update ein
Prof. Dr. Martin Lange von der IST-Hochschule wirkt im Praxisbeirat (AG Arbeit) zur Aktualisierung der „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (NEBB)“ mit.
Bewegungsmangel zählt zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen moderner Gesellschaften. Er gilt als zentraler Risikofaktor für zahlreiche chronische Erkrankungen und stellt Politik, Gesundheitswesen und Prävention vor große Aufgaben. Umso wichtiger sind wissenschaftlich fundierte und bundesweit abgestimmte Bewegungsempfehlungen.
Derzeit werden die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ im Rahmen des Projekts „NEBB-Update“ umfassend überarbeitet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Pfeifer an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden die bisherigen Empfehlungen aus dem Jahr 2016 systematisch an den aktuellen Stand der Forschung, gesellschaftliche Entwicklungen sowie an die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angepasst. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt läuft bis Anfang 2027.
IST-Hochschule im Praxisbeirat vertreten
Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse praxisnah und umsetzbar zu gestalten, wird das Projekt von mehreren Beiräten begleitet. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der Praxisbeirat, der den Transfer der wissenschaftlichen Evidenz in konkrete Handlungsempfehlungen unterstützt.
In der Arbeitsgruppe „Arbeit“ bringt IST-Prof. Dr. Martin Lange seine Expertise ein und vertritt zugleich den Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e.V. (BBGM). Dadurch werden insbesondere arbeitsweltbezogene Anforderungen, Umsetzungsbedingungen und institutionelle Rahmenbedingungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert.
Neue Zielgruppen und stärkere Berücksichtigung der Arbeitswelt
Im Rahmen des Updates werden zusätzliche Zielgruppen stärker berücksichtigt – darunter Menschen mit Behinderung, Hochbetagte sowie Schwangere und Frauen nach der Entbindung. Auch bisher weniger fokussierte Lebensbereiche wie die Arbeitswelt rücken verstärkt in den Blick.
Darüber hinaus fließen übergreifende Perspektiven wie gesundheitliche Chancengleichheit, planetare Gesundheit und qualitative Aspekte von Bewegung in die Weiterentwicklung ein.
Wissenschaftliche Grundlage für Gesundheitssteuerung
Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung dienen als zentrale wissenschaftliche Referenz für:
- Prävention und Gesundheitsförderung
- politische Entscheidungsprozesse
- Programme in Bildung, Kommunen, Versorgung und Arbeitswelt
Sie übersetzen aktuelle Forschungsergebnisse in praxisnahe Orientierungshilfen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Gesundheitssteuerung in Deutschland.
Mit der Mitwirkung im Praxisbeirat unterstreicht die IST-Hochschule ihre wissenschaftliche Expertise und ihr Engagement im Bereich „Gesundheitsmanagement und Bewegungsförderung“ auf nationaler Ebene.
