Zur Erfolgsstorys-Übersicht

19.03.2024

Nina Berthold Betriebliches Eingliederungsmanagement
Nina Berthold Betriebliches Eingliederungsmanagement

„Betriebliches Eingliederungsmanagement kommt allen zugute“

Wenn aus Personalnummern Menschen werden, mit körperlichen und seelischen Befindlichkeiten, dann ist Fingerspitzengefühl angesagt, weiß Nina Berthold aus Erfahrung. Sie ist Personalreferentin und begleitet Mitarbeiter:innen aus einer Langzeiterkrankung zurück ins Arbeitsleben.

Die Wirtschaftssinologin fand ihren Weg ins Personalmanagement über ein interdisziplinäres Studium der Angewandten Wirtschaftssprachen und Internationalen Unternehmensführung und erste berufliche Erfahrungen in China. Schon im Studium wählte sie den inhaltlichen Schwerpunkt Personalwirtschaft. 
 
Nach mehreren Stationen in unterschiedlichen Unternehmen und Positionen ist sie heute in der Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens der Logistik-Branche in Hamburg tätig. „Das Besondere an meinem Job ist der Mix aus eher ‚trockenen‘ Buchhaltungsthemen, wie zum Beispiel die vorbereitende Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, und der Personalarbeit, in der ich menschlichen Schicksalen begegne. Diese werden für mich oft erst sichtbar, wenn sie auf meinem Schreibtisch landen, wie etwa bei Gehaltspfändungen“, berichtet Nina Berthold.

Weiterbildung in Elternzeit
Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ebenfalls Bestandteil ihrer Arbeit. Aus diesem Grund hat sich Nina, die sich gerade in Elternzeit befindet, auch für die IST-Weiterbildung „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ entschieden.
 
„Zum einen wollte ich meine bereits vorhandene Expertise mit einem anerkannten Zertifikat untermauern, zum anderen wollte ich mich aber noch tiefer ins Thema einarbeiten. Denn da sitzen Menschen mit ihren körperlichen und mentalen Problemen offen vor einem. Sehr oft habe ich schon einen großen Vertrauensbonus erhalten, den ich immer dankbar angenommen habe“, so die 45-Jährige. „Ich hoffe, dass ich diesen Menschen immer mit Empathie und Allparteilichkeit begegnen und sie mit Kompetenz im Wiedereingliederungsprozess begleiten konnte.“
 
Nina ist von der Notwendigkeit und dem positiven Ergebnis eines erfolgreich durchgeführten BEM-Prozesses überzeugt. „Erfreulich ist, dass erkrankte Mitarbeiter:innen, die jahrelang immer wieder arbeitsunfähig waren, durch das BEM gute Lösungen erzielt haben, die ihnen eine erneute Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichte. Dadurch waren nicht nur sie, sondern auch der Arbeitgeber zufrieden gestellt.“
 
Neue Perspektiven
Langfristig möchte sie sich neben dem BEM auch auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) konzentrieren. Die veränderte Demographie und der akute Fachkräftemangel seien zwei Indikatoren, die viele Unternehmen, besonders jedoch kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzten, meint Nina. „Mit Sicherheit spüren sie die Auswirkungen, wie z.B. die hohe Fehlzeitenquote, dennoch kommen sie noch nicht ins Handeln. Dabei würden Unternehmen durch ein BGM Maßnahmen an die Hand bekommen, mit denen sie ihre Belegschaft aktiv im Arbeitsleben unterstützen, ihnen Gestaltungsspielräume schaffen und dadurch ihre gesamte Work-Life-Balance verbessern könnten. Die Fokussierung auf die Gesundheitsförderung kommt am Ende allen zugute.“
 
Genau hier möchte Nina gerne ansetzen. Perspektivisch wird sie Unternehmen sowie Privatpersonen ohne bzw. mit wenig BEM- und BGM-Erfahrung als ausgebildete Mediatorin, systemische Coachin und als Resilienztrainerin beratend zur Seite stehen. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, beide Seiten – Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen –  in eine Win-win-Situation zu bringen. Gesamtgesellschaftlich gesehen hat es positive Auswirkungen, insbesondere auf der sozio-kulturellen Ebene“, fasst Nina zusammen. „Denn ausgeglichene Kolleg:innen sind gleichzeitig ausgeglichene Eltern, Freund:innen oder Nachbar:innen.“ 
 
Ihre Elternzeit hat Nina gut genutzt. Sie hat die Weiterbildung dank der flexiblen Vermittlungsform gut mit ihrem Familienleben vereinbaren können und inhaltlich fühlt sie sich für ihre neuen Pläne bestens gerüstet. „Ich kann die Weiterbildung allen Personaler:innen und Beschäftigten, die bereits im BEM tätig sind oder es werden wollen, nur empfehlen!“

Wir drücken Nina Berthold für die Umsetzung ihrer Pläne die Daumen und wünschen ihr viel Erfolg und alles Gute.