11.12.2019

Zwischen Tanzunterricht und Eventmanagement

Was man als prämierte Tänzerin und Inhaberin einer Tanzschule mit Eventmanagement zu tun hat, erzählt uns die IST-Absolventin Heike Fermin Guillen im Interview.

Was hat man als Choreografin, prämierte Lateinformationstänzerin und staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin mit Eventmanagement zu tun? Tanzschulinhaberin Heike Fermin Guillen hat uns einen Blick in ihr Leben und ihre größte Leidenschaft gewährt und berichtet über ihren täglichen Spagat zwischen Tanz und Veranstaltungsplanung. Im Interview erzählt die 38-jährige Innsbruckerin, welche beruflichen Etappen hinter dem wahrgewordenen Mädchen-Traum stecken, und wie man es schafft, seiner Passion zu folgen und sich erfolgreich selbstständig zu machen.

IST: Starten wir mit Ihrem sehr interessanten Werdegang: Wie sind Sie da hingekommen, wo Sie jetzt beruflich stehen?
Fermin Guillen:
Seit 15 Jahren übe ich das Tanzen nun schon als Beruf aus und habe in dieser Zeit viele verschiedene Zielgruppen begleitet. Sowohl in meiner Unterrichtstätigkeit als auch im Bereich Performance und der Erstellung von Showkonzepten. Im Bereich der künstlerischen Arbeit habe ich mich durch die praktische Erfahrung und die Zusammenarbeit mit tollen Mentoren weiterentwickelt.

Mittlerweile leiten Sie Ihr eigenes Tanzstudio „Tropical Swing“ in Innsbruck. Wie und wann kam der Schritt zur Selbstständigkeit? War es schon immer Ihr Traum, beruflich auf eigenen Beinen zu stehen?
Fermin Guillen:
Ich war relativ schnell nach Beendigung meiner Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin mit der Frage konfrontiert, wie ich meinen Beruf ausüben möchte. Da ich schon immer die Vielfalt und das kreative Arbeiten bevorzugt habe, lag es auf der Hand, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Mittlerweile bin ich hineingewachsen und kann neben der Verantwortung, die damit einhergeht, auch die Vorteile genießen.

Vielfalt ist ein gutes Stichwort – gibt es denn einen typischen Arbeitsalltag bei Ihnen?
Fermin Guillen:
Jeder Tag ist neu. Und immer auch ein wenig anders. Daher gibt es den typischen Arbeitstag nicht wirklich. Durch meine Tochter hat sich allerdings das ganze Arbeits- und Familienleben neu strukturiert, weshalb ich die Vormittage mittlerweile für administrative Tätigkeiten oder Termine mit Geschäftspartnern nutze. Am Nachmittag ist dann in der Regel Zeit für die Familie und das Freizeitprogramm eingeplant. Und abends läuft der Studiobetrieb, teilweise auch schon ohne meine Anwesenheit.

Welche Aufgaben machen Ihnen in Ihrem Job am meisten Spaß?
Fermin Guillen:
Ich liebe es, Ideen umzusetzen. Der Prozess vom ursprünglichen Gedanken über die einzelnen Vorgänge der Realisierung bis hin zum eigentlichen Endprodukt. Bei der Ausgestaltung von Events finde ich das sehr spannend, da mit Fortschreiten der Projektumsetzung auch immer die unvorhergesehenen Elemente Einfluss nehmen, die es dann zu berücksichtigen gilt. Ich glaube, der Gedanke zur Lösungsfindung ist das, was mich am meisten reizt. Dasselbe gilt auch bei der Betreuung unserer Kunden und der täglichen Arbeit mit Menschen. Stetig gilt es, sich anzupassen und zuzuhören, um das Gegenüber zu verstehen und so die optimale Lösung zu finden. Menschen zu begeistern bzw. in anderen Menschen zu sehen, wie sich die Leidenschaft, Begeisterung und Freude für etwas entwickelt, was sie selbst zuvor nicht gesehen haben, macht meinen Job zu etwas ganz Besonderem.

Es gibt aber sicherlich auch Aufgaben, die nicht so viel Euphorie bei Ihnen auslösen, oder?
Fermin Guillen:
Es gibt keinen Bereich, den ich ungern ausführe. Auch Buchhaltung kann etwas sehr Spannendes wie auch Meditatives haben, wenn ich so einige Stunden konzentriert arbeiten kann und mein Schild „Bitte im Moment nicht stören” berücksichtigt wird.

Wie kam Ihnen schließlich der Gedanke, eine berufliche Weiterbildung im „Eventmanagement“ zu absolvieren?  
Fermin Guillen:
Bei einer Selbstständigkeit braucht es auch Kompetenzen in anderen Bereichen, weshalb ich mich schon früh für ein Wirtschaftsstudium entschlossen habe. Als logische Konsequenz wollte ich mich letztlich neben meiner praktischen Tätigkeit in der Gestaltung und Organisation von Kulturevents fachlich weiterbilden und den Background mit einer Weiterbildung zur Eventmanagerin erweitern.

Anbieter für Weiterbildungen im Bereich Eventmanagement gibt es viele – was hat Sie letztlich vom IST-Studieninstitut überzeugt?
Fermin Guillen:
Bereits nach meinem Abitur habe ich die Weiterbildungsmaßnahmen des IST kennengelernt. Die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten fand ich schon immer sehr spannend und ansprechend. Daher lag es auf der Hand, mich fürs IST zu entscheiden. Hier hatte ich das Gefühl, den passenden Anbieter gefunden zu haben, um auch mittels der Praxismodule einen Einblick in die Gestaltung von Großevents zu erlangen.

Und wurden Ihre Erwartungen an die Weiterbildung erfüllt?
Fermin Guillen:
Vor allem habe ich mir erhofft, Input von Dozenten zu bekommen, die in großen Unternehmen tätig sind und internationale Projekte betreuen. Diese Erwartung wurde insofern sogar übertroffen, als dass ich aufgrund der Weiterbildung die Möglichkeit bekommen habe, bei einem großen Kulturveranstalter in Tirol den Bereich Marketing und Medienarbeit zu betreuen. Mit dem Branchen-Quereinstieg kann ich mein Netzwerk ausbauen und neue Kontakt knüpfen.

Vielen Dank für das nette Interview, Frau Guillen!


Wer sich ebenfalls für eine Weiterbildung oder einen Branchen-Quereinstieg in das Eventmanagement interessiert, findet weitere Informationen hier.