08.06.2021

„Meine Verdienstmöglichkeiten haben sich deutlich verbessert.“

Christiane Brandt ist Absolventin der Weiterbildung „Fachwirt/-in für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“. Sie war im einen der ersten Durchgänge mit dabei und ist mittlerweile Dozentin am IST. Außerdem ist sie Gesundheitspädagogin, Sport- und Gesundheitsmanagerin bei den Freizeitbetrieben Worms und IHK-Prüferin.

IST: Frau Brandt, wie sind Sie vor gut 11 Jahren auf den Gedanken gekommen, die Weiterbildung „Fachwirt/-in für Prävention und Gesundheitsförderung“ zu absolvieren?
Christiane Brandt:
Nach der Elternzeit meiner beiden Kinder war ich nach wie vor als Gesundheitspädagogin selbstständig. Allerdings nur in kleinem Rahmen als Kursleitung und Dozentin. Um renten- und krankenversichert zu sein, arbeitete ich damals in Teilzeit berufsfremd bei der Stadtverwaltung Worms.

Das war auch einer der Gründe, warum ich mich damals zu dieser Weiterbildung angemeldet habe. Ich wollte über eine Zusatzausbildung die Möglichkeit erhalten, wieder hauptberuflich in meiner ursprünglichen Berufung zu arbeiten, in der Prävention und Gesundheitsförderung. Und allein der Titel der Weiterbildung passte perfekt, der Inhalt natürlich ebenso.

War dieser Weiterbildungsabschluss ein Türöffner für Sie in die heutige Position?
Brandt:
Absolut! Zunächst war sie ein Türöffner in weitere Unternehmen, die ich im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung mit verschiedenen Maßnahmen betreute. Also Angebote rund um Sport und Entspannung auf und nach der Arbeit.

Dann konnte ich aufgrund dieser Grundqualifikation auch die Aufgaben der Suchtbeauftragten bei der Stadtverwaltung Worms übernehmen, die ein weiterer Schritt in die neue Richtung war. Man wurde auf mich aufmerksam. In diesem Rahmen kam ich durch eine von mir angebotene Führungskräfteschulung zu der Freizeitbetriebe Worms GmbH.

Viele Menschen sind vom Lehrplan der IHK-Weiterbildung eingeschüchtert. Können Sie kurz umreißen, warum es sich trotzdem lohnt, sich diese Weiterbildung „anzutun“?
Brandt:
Grundsätzlich sollte man schon Freude am Lernen und an neuen fachlichen Aspekten haben. Dann ist das auch kein „Antun“ sondern eine „Bereicherung“. Der berufliche Erfolg ist von immerwährendem Lernen abhängig, und das sollte Spaß machen. Und im Rahmen der Weiterbildung wird man vom IST-Team sehr gut unterstützt. Die kaufmännischen Inhalte sind für Selbstständige, aber auch in einer Angestelltenposition hilfreich, um die komplexen Abläufe des Unternehmens zu verstehen. Aber sie sind vor allem sinnvoll, um an der einen oder anderen Stellschraube zum Unternehmenserfolg beitragen zu können.

Die handlungsspezifischen Inhalte der Prävention und aus dem Bereich „Sport und Bewegung“ sind das tägliche Handwerkszeug. Sie zeigen gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen auf, helfen dabei eine gute Qualität anzubieten, die gerade bei der Abrechnung mit verschiedenen Leistungsträgern elementar wichtig ist. Außerdem bringen sie auch das Verständnis näher, warum es für manche Menschen schwierig ist, gesundheitsschädigendes Verhalten zugunsten Sport, gesunder Ernährung und Entspannung zu ändern. Mit diesem Wissen kann man in der Praxis die Kunden besser betreuen.

Und ja, auch meine Verdienstmöglichkeiten haben sich deutlich verbessert.

Christiane BrandtWas machen Sie eigentlich genau als Sport- und Gesundheitsmanagerin bei den Freizeitbetrieben Worms? Was können wir uns darunter vorstellen?
Brandt:
Als Sport- und Gesundheitsmanagerin bei den Freizeitbetrieben Worms betreue ich zwei ganz unterschiedliche Bereiche und das macht die Arbeit auch so spannend.  Ich organisiere das Schwimm- und Kursangebot für alle Altersgruppen der Wormser Bäder und entwickle neue Konzepte und Aktionen im und auf dem Wasser für die Menschen in Worms und für die Beschäftigten der Wormser Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Unterstützt werde ich hierbei von meinem tollen Trainerteam, und manchmal gehe ich auch selbst an den Beckenrand.

Außerdem bin ich zusätzlich BGM-Managerin für die beiden mittelständischen Unternehmen Freizeitbetriebe Worms und das Schwesterunternehmen Tiergarten Worms mit insgesamt rund 90 Beschäftigten. Die Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements sind noch vielfältiger und sehr anspruchsvoll. Sie beinhalten Arbeitsschutz, betriebliches Eingliederungsmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung und Suchtmanagement. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Beschäftigten im Tiergarten und in den Bäderbetrieben sind ganz unterschiedliche Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen und anhand der vielen Regeln und Richtlinien kreative Maßnahmen zu entwickeln. Beim betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) bin ich sehr nah bei den Kolleginnen und Kollegen und erfahre viel über Motivation, Probleme, Schwachstellen des Unternehmens. Ich berate die Geschäftsführung und arbeite auch mit den Betriebsleitern zusammen. Das Ergebnis dieser vielfältigen Arbeit findet sich in den von mir erstellten Gesundheitsberichten der Unternehmen wieder, die auch die BGM-Richtung für das kommende Jahr vorgeben.

Was lieben Sie besonders an Ihrem Job?
Brandt:
Ich genieße innerhalb eines wunderbaren Kollegiums die Position der Stabsstelle und fungiere als interne Unternehmensberaterin für die Geschäftsführung mit Fokus auf Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung. Ich liebe die Vielseitigkeit und die Eigenständigkeit. Es macht mir Spaß, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und mich in neue Themengebiete einzuarbeiten. Und letztlich sind es die Ergebnisse meiner Arbeit: wenn langzeiterkrankte Mitarbeiter nach dem erfolgreichen BEM wieder zurück an den Arbeitsplatz kommen und sich wohl fühlen; wenn aufgrund meiner Gefährdungsbeurteilung neue Anlagen im Tiergarten gebaut werden, die den Tierpflegern die Arbeit erleichtern und sie vor Tierverletzungen schützen; und ganz besonders das Strahlen der Kinder, die nach langem Üben ihr Schwimmabzeichen in den Händen halten.

Sie sind Fachfrau durch und durch. Wem würden Sie unsere Weiterbildung empfehlen?
Brandt:
Die Weiterbildung ist für Sport- und Fitnesskaufleute interessant, die sich weiterentwickeln möchten und in Richtung des betrieblichen Gesundheitsmanagements tendieren. Außerdem erhalten Interessierte mit eher kaufmännischem Hintergrund und Interesse an Sport und Entspannung eine Zusatzqualifikation, die beides vereint und neue Wege eröffnet.

Alle Informationen zur Weiterbildung „Fachwirt/-in für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“ finden Sie hier.