16.03.2006
IST-Ausbildungsgewinnerin Anne Thonicke: Ein erstes Zwischenfazit
Im Rahmen des Projektes „Ausbildung bewegt“ hatte das IST-Studieninstitut im Frühjahr 2005 einen finanzierten Ausbildungsplatz ausgeschrieben, um den sich Vereine aus ganz Deutschland bewerben konnten.
Letztlich gab es zwei Gewinner: den MTV Aurich e. V. der in einer strukturschwachen Region einem jungen Menschen eine berufliche Perspektive bieten konnte. Und natürlich Anne Thonicke, die mit viel Engagement und Motivation den Vereinsalltag bereichert. Seit September 2005 durchläuft sie beim MTV Aurich e. V. eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau (IHK).
Das IST hat nach ihren ersten sechs Monaten Ausbildung mit Anne Thonicke gesprochen und sie um ein erstes Zwischenfazit gebeten. Wir wollten wissen, ob die erste Euphorie über den ergatterten Ausbildungsplatz schon nachgelassen hat und ob die Erwartungen erfüllt oder enttäuscht wurden.
Aber schon ein Blick in Annes Alltag zeigt, dass sich ihre Ausbildung bislang sehr abwechslungsreich gestaltet: Sie schreibt bereits eigenständig anfallende Presseberichte und wirkt bei der Gestaltung von Plakaten maßgeblich mit. Allerdings muss sie sich auch – ganz „büro-klassisch“ – mit Routinearbeiten wie Belege abheften oder Rechnungen schreiben befassen und lernt so von der Pike auf das Vereinsmanagement kennen.
Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld ist die Kundenberatung in der Geschäftsstelle. Hier werden hautnah die Bedürfnisse, Wünsche, aber auch Probleme der Kunden, nämlich der Vereinsmitglieder, deutlich. Hier muss Anne nicht nur ihre Ausbildungsleiterin von ihrem Geschick überzeugen, sondern hier kommt es auf ihre Kommunikationsfähigkeit, auf ihr Organisations- und auch Improvisationstalent an. Und das Feedback erhält sie prompt – von ihrem Kunden.
Dienstags und freitags besucht Anne Thonicke die Berufsschule in der Stadt Norden, um dort die theoretischen Grundlagen zu erlernen.
„In der Berufsschule läuft es ziemlich gut“, so Anne. „Die Unterrichtsfächer sind in Module, d.h. in Lernfelder aufgegliedert, die dann schließlich benotet werden. Ein komplettes Lernfeld besteht zum Beispiel darin, dass wir ein Fitness-Studio errichten sollen, welches wirklich existieren könnte. Dies muss allerdings in Heimarbeit neben der Schule und Arbeit erarbeitet werden.“ Und das ist natürlich anstrengend. Denn schließlich muss Anne in ihrer Freizeit noch für andere Fächer wie Rechnungswesen, Wirtschaftlehre, Politik, aber auch Deutsch und Englisch büffeln. Allerdings findet Anne ihre Lehrerinnen und Lehrer „angenehm nett“. Das garantiert eine entspannte Lernatmosphäre und gute Laune.
Eine traumhaft kleine Klasse ermöglicht es, dass die Lehrer auf jeden einzelnen Schüler individuell eingehen und somit für den Lernerfolg sorgen können.
An ein erstes, ganz spannendes Projekt, das Anne zu betreuen hatte, erinnert sie sich gerne: „Am 12. November letzten Jahres haben wir einen Kinder-Schnuppertag veranstaltet. Ich hatte die Aufgabe, ein kinderfreundliches Programmheft zu entwerfen, das dann auf dieser Veranstaltung verteilt wurde.“
Über Idee, Entwurf, Planung, Umsetzung bis hin zur Erfolgskontrolle (lachende Kindergesichter) hat Anne Thonicke mit ihrem ersten, schon recht umfangreichen Projekt, Enormes geleistet.
Wir sind stolz auf „unsere“ Auszubildende und wünschen ihr noch viel Glück, Erfolg und weiterhin so viel Freude bei ihrer Ausbildung!
