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14.04.2026

Tim Elter
Tim Elter

„Mein Ziel ist klar: L.A. 2028!“

Mit nur 22 Jahren hat Tim Elter bereits eine beeindruckende Karriere hingelegt: Teilnehmer der Olympischen Spiele 2024, achtmal Deutscher Meister und amtierender Vizeeuropameister. Geboren auf Fuerteventura und heute zuhause im südwestfranzösischen Vieux Boucau, lebt der Profisurfer seinen Traum zwischen Atlantik, Wettkämpfen und Training. Parallel dazu studiert er an der IST-Hochschule den Bachelor „Sportwissenschaft und Training“ und hat dabei schon eine konkrete Idee für die Zeit nach seiner aktiven Karriere.

Im Gespräch erzählt er uns, warum Surfen für ihn weit mehr als nur Sport ist, wie er Studium und Profikarriere miteinander verbindet – und warum er eines Tages selbst junge Talente fördern möchte.

IST: Tim, du bist Profisurfer – was genau treibt dich an für diesen Sport?
Tim Elter:
Sport allgemein ist mein Lebensinhalt, das Meer ist mein Lieblingsort. Im Wasser fühle ich mich frei. Beim Surfen erlebe ich den Zustand der absoluten Konzentration – ich bin darauf fokussiert, die nächste Welle zu bekommen und sie schön abzufahren. Surfen gibt mir Adrenalin und Dopamin und zusätzlich hat mir der Leistungssport viele Werte beigebracht: Disziplin, Geduld, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, Respekt für mich selbst und andere, und vor allem Passion. 

Erinnerst du dich an einen ganz besonderen Moment in deiner Karriere?
Tim:
Ja, dazu zählen insbesondere die Deutschen Meisterschaften, bei denen ich seit Jahren immer wieder gegen und mit meinem Vater surfen darf. Er ist 60 und immer noch ein großer Surf-Enthusiast. Er war mein Mentor und Coach von meinem achten bis zu meinem 16. Lebensjahr. Ich habe ihm unglaublich viel zu verdanken und freue mich jedes Mal, wenn wir zusammen surfen.

Neben diesem jährlichen, sehr persönlichen Highlight hast du mit der Olympiateilnahme 2024 einen beachtlichen Meilenstein in deiner Karriere erreicht. Was hat sich danach für dich verändert?
Tim:
Für mich ist mit dem Start bei den Olympischen Spielen ein großer Traum in Erfüllung gegangen – und ich habe die bisher größte Lektion meines Lebens gelernt. Ich habe vier Jahre in der Illusion gelebt, dass sich nach Olympia etwas verändern würde, aber alles ist gleichgeblieben. Ich bin immer noch der Sohn meiner Eltern, der Bruder meiner Schwester und der Freund meiner Freunde. Ich bin weder reich noch berühmt geworden. Aber ich bin wahnsinnig dankbar für die unglaubliche Erfahrung und werde alles tun, um sie nochmal zu erleben. Mein Ziel ist L.A. 2028 – im besten Fall mit olympischer Medaille.

Aktuell musst du verletzungsbedingt etwas zurückfahren und nutzt die Zeit neben Reha auch für dein Studium an der IST-Hochschule. Warum hast du dich für das Bachelor-Fernstudium entschieden? 
Tim:
Auch wenn mein Fokus aktuell voll auf der sportlichen Karriere liegt und ich keinen Stress habe, mache ich mir bereits Gedanken darüber, wie ich einen fließenden Übergang zu meiner neuen Berufung finden kann. Das Fernstudium an der IST ist genial für mich. Ich kann von überall auf der Welt auf meine Lernhefte und Online-Tutorien zugreifen und auch Klausuren schreiben – in meinem individuellen Tempo. Die Inhalte sind klar aufgebaut. Das Studienheft ist so verständlich, dass ich oft gar nicht auf Tutorien zurückgreifen muss, aber es gibt mir Sicherheit, zu wissen, dass ich es jederzeit kann. Ich finde es eine super Bildungsvariante für Leistungssportler:innen, für die ich bereits sogar einen Freund mit an Bord geholt habe. 

Warum der Studiengang „Sportwissenschaft und Training“, hast du konkrete Pläne für die Zukunft?
Tim:
Ich möchte nach meiner aktiven Karriere ein Coach, Mentor, Betreuer der nächsten Generationen im deutschen Surfen sein und auch nach meiner Profi-Zeit was für das Surfen tun. Der Nachwuchs bekommt in Deutschland nicht genug Unterstützung. Ich will den Weg an die Weltspitze ein weiteres Mal gehen – dann aber neben jungen, motivierten deutschen Athlet:innen und ihnen helfen, ihre Träume zu verwirklichen. 

Gibt es jemanden, der dich bei deinen Zukunftsentscheidungen berät? Hast du Vorbilder?
Tim:
Meine Eltern und Freunde haben bestimmt einen Einfluss auf meine Zukunftsentscheidungen, aber mein Mentor und Sportpsychologe ist die Person, die am meisten Einfluss hat. Martin Walz hat mein blindes Vertrauen und ist der Mann, dem ich den größten Erfolg bisher zu verdanken habe. Wenn ich älter bin, wäre ich gerne für andere Athlet:innen, was er für mich ist. 

Vielen Dank, Tim! Eines ist jetzt schon klar: Deine Leidenschaft für das Surfen endet nicht mit dem letzten Wettkampf. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!