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05.02.2026

Heike Hesterberg
Heike Hesterberg

Lebenslanges Lernen ist keine Frage des Alters

45 Jahre Berufserfahrung und noch einmal neu angefangen. Mit 62 Jahren entschied sich Heike Hesterberg für die Weiterbildung zur Präventionstrainerin und zeigt damit, dass lebenslanges Lernen keine Altersfrage ist.

Inspiriert durch Erzählungen ihrer älteren Schwester, die eine Hebammenausbildung absolvierte, entschied sich Heike als junge Frau auch für diesen Beruf. Die Ausbildungsjahre und die Arbeit im Kreißsaal waren prägend, fordernd und teilweise hart und nahmen ihr, wie sie selbst sagt, die „rosarote Brille des Lebens“. Dennoch blieb sie ihrem Beruf über Jahrzehnte treu und entwickelte sich kontinuierlich weiter: zur Medizinpädagogin, Dozentin, Autorin und Seminarleiterin mit eigener Akademie für sport- und medizinpädagogische Bildung.

Mut zur Veränderung – mit 62 Jahren
Trotz dieser umfangreichen Erfahrung stellte Heike sich noch einmal einer großen Herausforderung: der Weiterbildung zur Präventionstrainerin am IST. „Ich habe monatelang mit mir gerungen“, sagt sie offen. Zweifel, körperliche Belastung und kritische Stimmen von außen begleiteten ihre Entscheidung. Dennoch wagte sie den Schritt. Zunächst mit dem Einstieg in die einjährige Ausbildung, später ergänzt um das zweite Jahr. 

„Wenn ich nicht gearbeitet habe, musste ich lernen. Wenn ich nicht gelernt habe, habe ich gearbeitet“, beschreibt sie diese Zeit rückblickend. Aber ein Abbruch der Ausbildung kam für sie nicht infrage. Zwar bot ihr das IST die Möglichkeit, zu pausieren, doch für Heike stand fest: Diese Qualifizierung wollte sie möglichst zügig abschließen.

Trotz aller Belastungen überwog letztlich die Begeisterung für die Inhalte. Die Tiefe und Breite des vermittelten Wissens übertrafen ihre Erwartungen deutlich. Besonders die ganzheitliche Betrachtung von Gesundheit sowie die Einordnung in nationale und internationale gesundheitspolitische Zusammenhänge empfand sie als enormen Gewinn.

Neue Perspektiven für die Zukunft
Heute nutzt die Dürenerin das erworbene Präventionswissen gezielt für eine berufliche Neuausrichtung. Die klassische ambulante Hebammentätigkeit wird sie künftig beenden, um sich verstärkt auf gesundheitsorientierte Kursangebote zu konzentrieren: von Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik über Aquafitness und Beckenbodentraining bis hin zu psychosomatischen Kursformaten. Ihr Ziel ist, mit motivierten Menschen neue Sport- und Gesundheitskonzepte umzusetzen und eine Tätigkeit, die Energie verleiht.

Darüber hinaus denkt sie über weitere Buchprojekte und Bildungskonzepte nach.

Eine Botschaft, die bleibt

Was sie durch ihr gesamtes Berufsleben getragen hat, bringt sie in drei einfachen Sätzen auf den Punkt: „Ich will. Ich kann. Ich werde.“ Diese Einstellung hat ihr auch in den schwierigen Momenten ihrer Weiterbildung geholfen, in denen sie befürchtete, zu scheitern. Und letztendlich hat Heike die Ausbildung mit Bravour abgeschlossen und schaut voller Optimus auf die Zeit, die nun vor ihr liegt.

Wir wünschen Heike auf ihrem weiteren Weg alles Gute und weiterhin so viel Erfolg!

Foto: Andrej Kleer