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23.03.2026

Tessa Bläcker
Tessa Bläcker

Ganzheitlicher Blick auf Kinder

Psychologin (M.Sc.), Frühförderin und jetzt auch Ernährungsberaterin für Kinder. Durch die IST-Weiterbildung hat Tessa Bläcker ihre Beratungskompetenz erweitert, um Eltern noch ganzheitlicher beraten zu können.

„Mich hat es schon als Kind interessiert, was die Motive menschlichen Verhaltens sind. Ich wollte Menschen verstehen“, erinnert sich Tessa. Heute arbeitet die studierte Psychologin in einem interdisziplinären Frühförderzentrum und begleitet Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten sowie deren Familien. Um ihre Beratung noch umfassender gestalten zu können, hat sie sich im vergangenen Jahr für die IST-Weiterbildung „Ernährungsberater:in für Kinder“ entschieden.

Arbeiten im interdisziplinären Team
In ihrem beruflichen Alltag steht die Förderung von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf im Mittelpunkt. Im Frühförderzentrum ist sie Teil des Eingangsdiagnostikteams und führt Entwicklungstests mit Kindern durch, bei denen beispielsweise der Verdacht auf eine Entwicklungsverzögerung besteht. Außerdem arbeitet sie therapeutisch mit Kindern, etwa bei Autismus oder ADHS.

Neben Diagnostik und Fördereinheiten gehören auch Gespräche mit Eltern, Kitas und weiteren Fachstellen zu ihren Aufgaben. Besonders schätzt Tessa den interdisziplinären Ansatz ihrer Einrichtung: „Das Besondere an meinem Job ist, dass wir einen engen Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und Fachrichtungen haben, um die Kinder bestmöglich zu unterstützen.“

Zum Team gehören unter anderem Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen, Physiotherapeut:innen, Sozialpädagog:innen und Psycholog:innen. Gemeinsam betrachten sie die Situation eines Kindes ganzheitlich. „Das Kind und dessen System als Ganzes zu erfassen und damit zu arbeiten ist immer noch selten“, erklärt Tessa. Oft würden Probleme isoliert betrachtet, obwohl sie sich gegenseitig beeinflussen.

Ernährung als wichtiger Baustein
In den letzten Jahren hat sich die Psychologin zunehmend auf den Bereich Autismus-Spektrum-Störungen spezialisiert. Dabei stellte sie fest, dass auch Ernährung eine wichtige Rolle spielen kann. „Bei autistischen bzw. generell neurodivergenten Menschen kann das Thema Essen mit Schwierigkeiten verbunden sein.“

Sensorische Besonderheiten, das Bestehen auf festen Abläufen oder spezifische Vorlieben können dazu führen, dass Kinder nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Lebensmitteln akzeptieren. Um Eltern auch in diesem Bereich kompetent beraten zu können, entschied sich Tessa für die Weiterbildung am IST.
„Da Essen und Trinken unumgänglich sind, möchte ich Familien mit autistischen Kindern auch in diesem Bereich beraten können.“

Wissen für Beratung und Familienalltag
Die neu erworbenen Kenntnisse fließen heute direkt in ihre Arbeit ein, vor allem in die regelmäßigen Elternberatungen. Dabei geht es nicht nur um Über- oder Untergewicht, sondern auch um mögliche Nährstoffmängel und deren Auswirkungen. „Ich weiß nun, welche Symptome durch bestimmte Nährstoffmängel ausgelöst werden können und kann die Eltern bei Verdacht an ihren Kinderarzt weiterleiten.“

Auch Themen wie Eisenmangel oder die Bedeutung bestimmter Nährstoffe in der Schwangerschaft kommen zur Sprache. Gleichzeitig profitiert auch Tessas privates Umfeld vom neuen Wissen: „In meinen Familienalltag binde ich das Wissen ebenfalls ein, indem ich Lebensmittel sinnvoller miteinander kombiniere und auf eine optimale Nährstoffzufuhr für meine Kinder achte.“

Weiterbildung mit Mehrwert
Insgesamt bewertet die 30-Jährige die Weiterbildung positiv. Besonders die Mischung aus Studienheften, Vorlesungen, Podcasts und Übungsaufgaben habe ihr gefallen. „Durch die Weiterbildung konnte ich Grundkenntnisse zur Ernährung erlernen.“ Empfehlen würde sie die Qualifikation vor allem Menschen, die ihr Wissen auch offiziell nachweisen möchten.

Blick in die Zukunft
In den kommenden Jahren möchte sie weiterhin im Frühförderzentrum arbeiten und dort ihre Kompetenzen einbringen. Gleichzeitig denkt sie bereits über neue Wege nach. „Mittelfristig kann ich mir auch eine Selbstständigkeit vorstellen, um Eltern eigeninitiativ und umfassend zu beraten.“

Tessas Vision: eine ganzheitliche Beratung für Familien mit neurodivergenten Kindern, mit Fokus auf Ernährung, Schlaf und Alltag. 

Auf diesem Weg wünschen wir Tessa alles Gute!