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06.07.2026

Nina Schiffmann
Nina Schiffmann

„Ich habe gelernt, meiner eigenen Stimme zu vertrauen“

Es gibt Momente, in denen man nicht nur durch ein Programm führt, sondern selbst sichtbar wird. Für Nina Schiffmann war genau das die entscheidende Erkenntnis im Moderationstraining am IST. Die 32-Jährige leitet den „Deutschen Engagementpreis“ bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und moderiert regelmäßig Meetings, Webinare, Veranstaltungen und Preisverleihungen. Doch obwohl Moderation längst zu ihrem Berufsalltag gehört, wollte sie eines gezielt stärken: das Vertrauen in ihre eigene Stimme.

In ihrer Arbeit bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt begegnet Nina Schiffmann Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Engagierten, Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft, NGOs und Projektpartner:innen. Dabei geht es nicht nur darum, Abläufe zu organisieren oder Gespräche zu strukturieren. Moderation bedeutet für sie auch, Räume zu schaffen, Menschen zusammenzubringen und Themen sichtbar zu machen.

Viele Erfahrungen hatte sie sich über die Jahre selbst erarbeitet. „Ich wollte noch sicherer in der Moderation werden. Bisher habe ich vieles nach dem Prinzip ‚Learning by Doing‘ gelernt“, erzählt sie. Wichtig war ihr, in einem geschützten Raum zu üben, neue Techniken auszuprobieren und zu verstehen, wie sie in unterschiedlichen Situationen wirkt.

Die eigene Stimme hörbar machen
Vom Moderationstraining am IST-Studieninstitut hat Nina vor allem überzeugt, dass unterschiedliche Trainer:innen ihre Perspektiven einbringen und die Teilnehmenden praxisnah begleiten. Besonders im Gedächtnis blieb ihr die Übung „Die flammende Rede“. „Die Übung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen und die eigene Stimme hörbar zu machen.“

Als ihr anschließend zurückgemeldet wurde, dass sie die Zuhörenden in ihren Bann gezogen habe, war das für sie ein besonderer Moment. „Ich war echt stolz auf mich und glücklich.“

Sichtbar werden statt verstecken
Vor anderen zu sprechen, bedeutet auch, sich angreifbar zu machen. Nina beschreibt ehrlich, dass Moderation vor der Kamera und vor der Gruppe anfangs auch mit Scham verbunden war. „Wie in vielen Situationen, in denen man sichtbar wird und im Mittelpunkt steht, hätte ich mich manchmal am liebsten versteckt.“
Genau deshalb war die Weiterbildung für sie so wertvoll. Mit jeder Übung wurde das Gefühl kleiner, sich verstecken zu wollen. Stattdessen wuchs das Vertrauen, auch in ungewohnten Situationen präsent zu bleiben.

Weniger Angst, mehr Freiheit
Heute moderiert Nina spontaner, besonders in Online-Formaten. Sie reagiert flexibler, denkt weniger darüber nach, wie sie ankommt, und vertraut stärker darauf, dass sie eine Situation führen kann. „Früher habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich das gut genug kann. Heute vertraue ich darauf, dass ich die Situation meistern werde, und lege einfach los.“

Für Nina war das Moderationstraining deshalb nicht nur eine fachliche Weiterbildung. Es war auch ein Schritt zu mehr Sichtbarkeit, mehr Selbstvertrauen und mehr Freiheit in der eigenen Kommunikation.

 

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