08.02.2012
IST-Absolvent leitet Bundesliga-Nachwuchszentrum
Mit aufeinander aufbauenden Qualifizierungsmöglichkeiten bietet das IST die Möglichkeit, Fachwissen Schritt für Schritt auszubauen und Abschlüsse zu erwerben, die auf Führungspositionen im Sportbusiness vorbereiten. Wie ein solcher Weg aussehen kann zeigt das Beispiel von Alexander Rosen. Als ehemaliger Fußballprofi mit Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga sowie für die U21-Nationalmannschaft leitet er heute das Nachwuchsleistungszentrum des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.
Beim IST hat Alexander Rosen die Weiterbildungen „Sportmanagement“, „Geprüfter Sportfachwirt (IHK)“ und „Sportökonom (FH)“ absolviert. Im Interview spricht er über seine Weiterbildungen und seinen Job als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.
Herr Rosen, wie wichtig ist Ihrer Meinung nach das Thema Weiterbildung – gerade auch für Sportler?
Alexander Rosen: Zum Einen liegt es auf der Hand, dass das Berufsleben noch viele Jahre weitergeht, nachdem der letzte Pfiff auf dem Spielfeld ertönt ist und jeder Mensch unabhängig von den gebildeten Rücklagen eine angemessene Aufgabe braucht, um langfristig Zufriedenheit zu erlangen. Zum anderen erscheint es mir außerordentlich wichtig und sinnvoll, den Fokus nicht ausschließlich auf den Sport zu richten, sondern durch entsprechende intellektuelle Anforderungen einen geistigen Ausgleich zum Trainings- und Wettkampfalltag zu schaffen. Dies versuchen wir im Übrigen auch unseren Nachwuchstalenten in der achtzehn99 AKADEMIE zu vermitteln.
Warum haben Sie sich für das Angebot des IST-Studieninstituts entschieden?
Rosen: Ab einer gewissen Ligazugehörigkeit ist ein Präsenzstudium nahezu unmöglich zu realisieren, weshalb ich mich intensiv mit der Suche nach geeigneten Fernstudiengängen beschäftigt habe. Entschieden habe ich mich dann für die IST-Weiterbildung „Sportmanagement“, da mich die Inhalte, der Aufbau und die Möglichkeit einer gewissen zeitlichen Flexibilität überzeugt haben. Durch dieses Fernstudium und einer zweijährigen Tätigkeit als Assistent der Geschäftsführung bei einem Verein der ersten norwegischen Division wurde ich absolut darin bestätigt, im Sportmanagementbereich arbeiten zu wollen. Deshalb habe ich mich für die vertiefenden Ausbildungsmöglichkeiten „Sportfachwirt (IHK)“ und „Sportökonom (FH)“ entschieden.
Wie haben Ihnen die IST-Weiterbildungen gefallen?
Rosen: Die Studienhefte sind inhaltlich gut, logisch strukturiert und praxisnah aufgebaut. Als gewinnbringend empfand ich darüber hinaus vor allem die Veranstaltungen und Vorlesungen – nicht nur wegen den interessanten Vorträgen der Referenten, sondern vor allem auch aufgrund der hervorragenden Möglichkeit des interdisziplinären Austausches mit anderen Studierenden. Die Betreuung durch die IST-Mitarbeiter war stets qualifiziert, freundlich und unkompliziert.
Heute arbeiten Sie als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der TSG 1899 Hoffenheim. Wie kam es zu dieser Anstellung?
Rosen: Ich habe mich Mitte 2009 für ein Angebot von 1899 Hoffenheim entschieden, da mir der Club eine mittelfristige Perspektive in der Vereinsarbeit aufgezeigt hat. Dabei war zunächst noch nicht direkt eine leitende Funktion vorgesehen. Aufgrund von Umstrukturierungen im Verein entschied man sich aber, mir die Aufgabe des Nachwuchsleiters anzubieten. Es war also für mich eine sehr günstige Situation, wobei ohne jeden Zweifel anzumerken ist, dass dies für die Geschäftsführung zu keinem Zeitpunkt ein Thema gewesen wäre, wenn ich mich nicht neben meiner Laufbahn als Spieler entsprechend darauf vorbereitet und somit qualifiziert hätte.
Was gehört alles zu Ihren Aufgaben als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums?
Rosen: Die Hauptaufgabe jedes Nachwuchsleistungszentrums ist es zweifelsohne Talente für den Profibereich auszubilden. Die Arbeit beinhaltet eine Vielzahl von sportlichen, administrativen und organisatorischen Aufgaben, wie z.B. die Entwicklung und Umsetzung sportlicher Konzepte, die Kaderplanung der U-Teams, Personalmanagement (Trainer, Physios, Mitarbeiter Sport), Scouting, Kommunikation, Vertragsmanagement (Mitarbeiter, Spieler), Budgetplanung, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.
Helfen Ihnen die erworbenen Kenntnisse in Ihrer täglichen Arbeit?
Rosen: Selbstverständlich. Bei der quantitativen und qualitativen Komplexität der Aufgaben heutzutage im Vereinsmanagement ist es nahezu unmöglich, unvorbereitet in bestimmten Funktionen einzusteigen, vor allem was die Leitungsebene betrifft. Ohne fundierte praxisbezogene Vorkenntnisse wäre es mir sicher ungleich schwerer gefallen. Ich für meinen Teil kann das IST-Studieninstitut allen, die an einer Weiterbildung und Fernstudiengängen im Sportbereich interessiert sind, ohne Bedenken weiterempfehlen.
Herr Rosen, wir bedanken uns für dieses Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum.
