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12.07.2017

Bäderbetriebsmanagement wird fünf Jahre alt

„Weiterbildung ist ideales Sprungbrett"

Die Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ feiert in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag. Anlass für uns, bei zwei Absolventen nachzufragen, inwieweit sie in ihrer täglichen Arbeit von den Erkenntnissen aus ihrer Weiterbildung profitieren.

Dirk Leibelt und Timo Ukena sind beide gestandene Bäderbetriebsleiter und haben die Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ erfolgreich absolviert.


Timo Ukena ist Bäderbetriebsleiter der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg (BBGO). Davor war er als leitender Schwimmmeister tätig.
1999 hatte er eine Ausbildung zum Schwimmmeistergehilfen begonnen und erfolgreich beendet. Im Sport- und Badezentrum Fildorado in Filderstadt nahm er dann nach der Ausbildung und dem Wehrdienst seine erste Stellung an. Timo Ukena

Allerdings überkam ihn nach ein paar Jahren die Sehnsucht nach Norddeutschland, seiner Heimat. So nahm er die Chance wahr, zur BBGO zu wechseln, die mit einem großen Freizeit- und Erlebnisbad, zwei Stadtteilbädern, einem großen Freibad, einem Therapiebecken, einem Campingplatz und zwei Badeseen einen spannenden Job bereithielt.


„Ich bin schon vor meiner Weiterbildung in eine leitende Position gekommen. Hier habe ich schnell gemerkt, dass gerade betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Personalführung und Controlling immer mehr an Bedeutung gewinnen bzw. erforderlich sind. Genau deswegen habe ich mich gegen den Meistertitel und für die Weiterbildung entschieden“, erläutert Ukena seine damalige Entscheidung. „Gerade in den größeren Bädern ist in den führenden Positionen wirtschaftliches Denken und Handeln sehr wichtig. Die Weiterbildung ist dafür ideal und für Fachangestellte für Bäderbetriebe oder Meister das Sprungbrett in eine Führungsposition.“

 

Dirk Leibelt ist Badbetriebsleiter des Allwetterbades der Ratinger Bäder. Beruflich ursprünglich in der Elektrotechnik zuhause, war er aber als ausgebildeter Rettungsschwimmer den Ratinger Bäderbetrieben durch sein Hobby eng verbunden. 1993 sattelte Leibelt dann aber gänzlich um und bewarb sich bei seinem „Heimat-Bad“ um den freien Posten des Rettungsschwimmers. Und bekam ihn. Dann folgten in kurzer Zeit eine Ausbildung zum Schwimmmeistergehilfen und schließlich zum geprüften Schwimmmeister mit Ausbildereignung. Vom Jahr 2000 bis 2015 war er Mitglied im Prüfungsausschuss für den Ausbildungsberuf „Fachangestellter für Bäderbetriebe“ für das Land NRW, davon fünf Jahre als stellvertretender Vorsitzender.

Dann fand Leibelt, dass es an der Zeit war, etwas für sich selbst zu tun.

„Ich wollte mich für die kommenden und immer komplexer werdenden Aufgaben besser aufstellen. Ein BWL-Studium war für mich keine Option mehr. Das Angebot des IST deckte genau die Bereiche ab, die ich für eine Führungsposition im Freizeitbereich als wichtig erachtete. Vor allem die umfassenden Kenntnisse, die im betriebswirtschaftlichen Teil sowie in den Lehreinheiten ‚Personalplanung und -Führung‘ vermittelt werden, sind heute notwendig, um eine wirtschaftliche und effiziente Führung von Bäderbetrieben zu ermöglichen“, fasst Leibelt seine Beweggründe für die Weiterbildung zusammen. „Erst die Weiterbildung und eine anschließende betriebsinterne Umstrukturierung machten es mir möglich, auf meine jetzige Position zu kommen."

 

Sowohl Timo Ukena als auch Dirk Leibelt sehen im bereits existierenden Fachkräftemangel langfristige Probleme für die Bäderbranche. „Dieser Mangel wird sich auch in Zukunft zahlenmäßig bis in die Führungspositionen widerspiegeln. Viele Unternehmen reagieren darauf und besetzen Führungspositionen oft mit branchenfremden Führungskräften“, erklärt Dirk Leibelt. „Das ist für die meisten Mitarbeiter demotivierend. Deshalb ist es wichtig, dass sich besonders Fachangestellte für Bäderbetriebe weiterbilden, um selbst die Führungspositionen besetzen zu können.“

„Ein weiterer wichtiger Punkt ist“, ergänzt Timo Ukena, „dass Kommunen Gelder freigeben müssen, um sich vom Sanierungsstau zu befreien. Das würde auch der Attraktivität der Arbeitsplätze zu Gute kommen.“

 

Ukena und Leibelt fühlen sich in ihrer jetzigen Position wohl und möchten auch nichts daran ändern. „In unserer Branche gibt es täglich neue Herausforderungen. Das macht diese Branche ja so interessant. Die größte Herausforderung für die Zukunft wird es sein, die Ratinger Bäder weiterhin so erfolgreich auf dem Markt zu platzieren und den Berufszweig für junge Menschen wieder interessant zu gestalten“, beschreibt Dirk Leibelt seine Pläne. „Hier würde ich mich gerne in Zukunft intensiver einbringen.“

 

Timo Ukena hat schon ein klares Ziel ins Auge gefasst „Meine Priorität liegt darin, meinen Job noch ein bisschen besser zu machen. Deshalb plane ich eine Weiterbildung im Bereich Tourismus.“ Und dann lacht er: „Natürlich beim IST.“

 

Wer mehr über die Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ erfahren möchte, findet alle Informationen hier.