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04.09.2017

Sergej Makhno ist Koch und Ernährungscoach.

„Ich habe gemerkt, wie wenig ich über gesunde Ernährung weiß“

Sergej Makhno ist stellvertretender Küchenchef, begeisterter Fitness-Sportler und hat sich am IST zum Ernährungscoach ausbilden lassen. Was er aus der Kombination „Fitness-Fan, Koch & Ernährungscoach“ machen möchte, verrät er uns im Gespräch.

Sergej Makhno hat 2006 seine Ausbildung zum Koch im Courtyard by Marriot Hotel in Gelsenkirchen angefangen und seitdem verschiedene Stationen als Commis de Cuisine, Chef de Parte und Sous Chef durchlaufen. Immer einer erstklassigen Kochkunst verpflichtet.

Heute ist er stellvertretender Küchenchef im Restaurant „Schürmanns im Park“ in Dortmund. Sein Arbeitstag fängt meistens zwischen 12 und 14 Uhr mit den Vorbereitungen der Buffets und des in der Gastronomie gut bekannten „mise en place“, also den Vorbereitungen für das A-la-carte-Geschäft, an. Der 30-Jährige erstellt aber auch Dienstpläne, muss auf die Einhaltung des sogenannten HACCP-Konzepts – also der Lebensmittelhygiene – achten, kreiert Menü- und Buffetvorschläge und kalkuliert diese. Darüber hinaus liegt der Wareneinkauf in seinem Verantwortungsbereich sowie die Beratung von Kunden, die für ihre Veranstaltung ein Catering bestellen möchten.

Trotz seines hohen beruflichen Engagements hat sich der Mülheimer für die Weiterbildung zum „Ernährungscoach“ entschieden. Warum? Sind Köche denn nicht gleichzeitig auch Ernährungsberater? Ein Vorurteil. Nur, weil man weiß, welche Aromen wie zueinander passen, welche Hygienestandards einzuhalten sind und was in der Haute Cuisine für Ansprüche zu erfüllen sind, kennt man sich nicht automatisch mit Gewichtscoaching, Essverhalten oder Sporternährung aus.

Makhno wollte sich aber auskennen und hat die Weiterbildung in erster Linie für sich selbst gemacht. „Das Thema ‚Ernährung‘ interessierte mich schon immer. Bevor ich mich für den Lehrgang zum ‚Ernährungscoach‘ beim IST entschieden habe, habe ich im Internet nach allen möglichen Weiterbildungen recherchiert“, erinnert er sich. „Den ‚Ernährungscoach‘ fand ich am umfangreichsten und interessantesten, da er auch Informationen zu den Themen Selbständigkeit und Recht geboten hat. Für mich hat das Gesamtpaket einfach gestimmt.“

Besonders gut fand er die Seminare. Hier konnte er das Wissen aus den Studienheften in netter Atmosphäre vertiefen. Die Dozenten empfand er als sehr locker . Sie haben das Wissen spielerisch-verständlich rübergebracht, so dass Makhno abends, trotz eines langen Lerntages, gespannt auf das nächste Seminar war.

Schon während des Studiums kam Makhno auf den Gedanken, sich selbstständig zu machen. „Ich bin oft und gerne im Fitnessstudio, da kommt man schnell ins Gespräch und irgendwann kommt das Thema Ernährung – Bingo, mein Part“, sagt Makhno lachend. „Ich habe vielen Trainierenden Tipps zum Thema Nahrungsergänzungsmittel gegeben, ihnen erzählt, wie ich mich ernähre, dass Diäten eigentlich nicht bringen und so weiter. Das bereitet mir gute Laune, wenn ich jemandem in dieser Hinsicht helfen und ein paar Fragen beantworten kann. Aber auch im Restaurant wurde ich darauf angesprochen und konnte mein Wissen hervorragend in Kochkursen vermitteln.“

Tatsächlich hat der 30-Jährige vor kurzem ein Kleingewerbe angemeldet, das erstmal nebenberuflich laufen soll. Hier kann er sein frisches Wissen in Beratungsgesprächen anwenden. „Gleichzeitig wachse ich auch in die Rolle des Beraters hinein. Denn das Wissen über Lebensmittel, das Erklären von schonenden Zubereitungstechniken und das Beantworten allgemeiner Fragen zur Ernährung – all das trainiert mich als Coach.“

Dass sich aus dem persönlichen Interesse eine kleine Selbstständigkeit ergeben hat, ist für Makhno das „Sahnehäubchen“. Auf die Frage, was er sich für seine berufliche Zukunft vorgenommen habe, zögert der 30-Jährige nicht lange. Vielleicht wird er sein Hobby „Fitness“ mit seinem Beruf „Kochen“ verbinden. „Ich spiele in der letzten Zeit tatsächlich mit dem Gedanken, ein eigenes Fitnessstudio zu öffnen, in dem man sich eine leckere, gesunde und individuelle Mahlzeit, zubereiten lassen kann. So könnte ich meine Fähigkeiten als Koch und Ernährungscoach in einem fitnessorientierten Rahmen zusammenführen.“

Wir wünschen Sergej Makhno bei der Umsetzung seines Traumes alles Gute und viel Erfolg.

Alle Informationen rund um die Weiterbildung zum „Ernährungscoach“ finden Sie hier.