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29.06.2020

IST-Absolvent Achim Freund ist erfolgreicher Bäderbetriebsmanager.

„Wir tun alles, um Sicherheit, Ordnung und Hygiene zu gewährleisten.“

Achim Freund ist stellvertretender Leiter des Badebetriebs der Bädergesellschaft Düsseldorf, zu der insgesamt 15 Einrichtungen im Stadtgebiet gehören. Schon seit 2003 ist er in leitender Funktion tätig.

Er hat als bereits erfahrene Führungskraft die IST-Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ absolviert. Man sollte doch meinen, dass er als Branchenkenner weiß, wie der „Hase läuft“ und eine Weiterbildung daher nicht notwendig ist.
„Ich bin immer an neuen Themengebieten und daran interessiert, meine Fachkenntnisse auszubauen“, erläutert Freund seine Entscheidung. „Als mir mein direkter Vorgesetzter die Weiterbildung empfahl, habe ich nicht lange gezögert und mich angemeldet.“

Sein Arbeitgeber unterstützte Freund, indem er die Kosten übernahm und Freunds Arbeitszeiten flexibilisierte, damit er Job und Weiterbildung unter einen Hut bekam. Sein Einsatz hat sich bezahlt gemacht. Noch immer greift Freund auf die Erkenntnisse aus der Weiterbildung zurück. „Vielen Themen begegne ich im Berufsalltag – bei Fragen des Energiemanagements, bei Marketingprojekten oder beim Erstellen und Controlling von Kennzahlen. Ich habe wirklich viel aus der Weiterbildung mitnehmen können und setze das Wissen nahezu täglich im Job, der sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt hat, ein. Ich habe die Weiterbildung bereits mehrfach empfohlen und werde das auch weiterhin tun.“

Die Aufgaben eines Bäderbetriebsmanagers sind in den vergangenen Jahren komplexer geworden. Die Zusammenarbeit mit Abteilungen, wie zum Beispiel mit der Personalabteilung, dem kaufmännischen oder dem technischen Team, ist heute intensiver. Als Bäderbetriebsmanager ist man an strategischen Entscheidungen der Geschäftsführung beteiligt, bringt sich in Verbände ein und arbeitet mit externen Dienstleistern und Partnern zusammen.

„Das Verantwortungsgebiet ist größer geworden und das politische und öffentliche Interesse spielen heute eine größere Rolle“, erläutert Freund die Wandlung des Berufsbildes. „Auch die Vorbildfunktion hat einen höheren Stellenwert. Früher hatte man sie hauptsächlich den zugeordneten Mitarbeitern gegenüber. Heute ist das Wissen und die Erfahrung gesamtbetrieblich gefragt.“

Hinzu kommen Zeitdruck und Fachkräftemangel. An den wachsenden Zahlen von Azubis in den Berufsschulklassen sei zwar zu erkennen, dass wieder mehr junge Schulabgänger den Beruf als Fachangestellte für Bäderbetriebe erlernen möchten. Die Betriebe müssten aber vermehrt Energie aufbringen, um diese Auszubildenden auf die Prüfung vorzubereiten. „Uns fällt auch auf, dass immer mehr ausgelernte Fachangestellte für Bäderbetriebe mit dem Erreichten zufrieden sind und keine Anstrengungen, Zeit und Geld in ihre Weiterentwicklung investieren möchten. Viele junge Leute möchten einfach keine Verantwortung übernehmen“, erklärt der 54-Jährige. „Wir bilden daher vermehrt selbst aus, legen aber auch Wert auf die Ausbildung der sogenannten zweiten Reihe bis hin zur Führungsposition in Form eines Traineeprogramms für Führungskräfte. Zudem schreiben wir regelmäßig Stellen für die unterschiedlichsten Berufsgruppen aus. Allerdings werden wir in den jetzigen Zeiten auf Saisonkräfte, die ohnehin schwer zu finden sind, verzichten.“

Nach dem Corona bedingten Lockdown, bei dem viele der Mitarbeiter in Kurzarbeit waren, haben mittlerweile rund die Hälfte der Düsseldorfer Bäder wiedereröffnet. Dafür wurde ein digitales Reservierungstool eingeführt, damit nur eine definierte Anzahl an Gästen in den Bädern ist. Gleichzeitig hatten Freund und seine Kollegen alle Hände voll damit zu tun, ein tragendes Hygienekonzept für den Bäderbetrieb auszuarbeiten und nun auch umzusetzen.

„Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, dass die Menschen sich wieder auf den Besuch von Hallen- und Freibädern freuen. Auch, wenn eine Online-Reservierung nötig und die Besucherzahl begrenzt ist, bekommen wir viel Lob und auch Dankbarkeit entgegengebracht. Die Menschen akzeptieren auch die notwendigen Maßnahmen und Einschränkungen, die bei einem Besuch eingehalten werden müssen. Solange wir aber mit viel Aufwand wenige Gäste betreut müssen, wird es weitere Umsatzeinbrüche geben. Deshalb sind auch die Maßnahmen wie beispielsweise Kurzarbeit und die Einsparung von Saisonkräften gerechtfertigt.“

Der Düsseldorfer versichert aber, dass auch die kleineren Teams alles tun, um die Sicherheit, Ordnung und Hygiene zu gewährleisten, die notwendig ist, um gefahrlos zu baden, zu schwimmen oder zu saunieren. Wichtig sei es aber, die Ausschilderungen zu beachten und sich eigenverantwortlich an die notwendigen Regeln zu halten.

„Langsam wird sich der Betrieb in den Bädern wieder normalisieren. Dazu werden aber über einen längeren Zeitraum organisatorische Maßnahmen notwendig sein. Schwimmkurse werden nachgeholt werden müssen. Sport- und Fitnessangebote sind zukünftig wahrscheinlich nur noch mit weniger Teilnehmern möglich. Hygieneregeln werden sich verändern. Das sind große Herausforderungen an die Badbetreiber. Jedoch sollten die Gäste Geduld haben, die Maßnahmen akzeptieren und den Spaß und die Freude am kühlen Nass nicht verlieren.“   

Wir drücken allen Bädern und ihren Gästen für ein ungetrübtes Badevergnügen die Daumen!

Alle Informationen zur Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ finden Sie auf unseren Seiten.