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28.08.2026

Andreas Niedrig
Andreas Niedrig

Vom Ironman zum Stress- und Mentalcoach

Andreas Niedrig hat in seinem Leben viele Neuanfänge erlebt: Nach einer Drogenkarriere holte er seinen Schulabschluss nach, wurde Orthopädiemechaniker und später erfolgreicher Triathlet. Seine Geschichte wurde als „Vom Junkie zum Ironman“ bekannt. Heute arbeitet er als Speaker und Inspirationscoach. Mit 58 Jahren entschied er sich noch einmal fürs Lernen und absolvierte die Weiterbildung zum Stress- und Mentalcoach.

Motivation, mentale Stärke, Resilienz und der Umgang mit Krisen begleiten Andreas Niedrig seit vielen Jahren – durch eigene Erfahrungen ebenso wie durch seine Arbeit als Speaker und Inspirationscoach. Vieles davon hat er bisher aus dem eigenen Erleben heraus verstanden. Mit der Weiterbildung zum Stress- und Mentalcoach wollte er nun auch die wissenschaftlichen Hintergründe kennenlernen. „Ich wollte endlich verstehen, warum das, was ich in meinem Leben intuitiv gemacht hatte, eigentlich funktioniert.“

Für ihn war die Weiterbildung deshalb kein Neustart, sondern eine Ergänzung seines bisherigen Weges: „Plötzlich bekam vieles, was ich bisher nur gespürt und erlebt hatte, einen wissenschaftlichen Namen. Genau das hat mich begeistert: Lebenserfahrung trifft Wissenschaft.“

Auch ein Motivationscoach braucht Motivation
Andreas Niedrig
Bei der Wahl der Weiterbildung war Andreas neben den Inhalten vor allem eine gute Betreuung wichtig. Dass dieser Punkt entscheidend werden würde, zeigte sich während seiner Weiterbildung. „Ich hatte durchaus Momente, in denen ich dachte: Ach komm, Andreas, vielleicht lässt Du das jetzt einfach.“

Die Mitarbeiter:innen des IST konnten ihm helfen, diese Motivationstiefs zu überwinden. „Das fand ich fast schon herrlich ironisch: Der Motivationscoach braucht selbst einen Motivationscoach“, schmunzelt der Motivationsprofi. „Aber genau deshalb bin ich dem Team des IST bis heute dankbar. Es war für mich nicht nur eine Weiterbildung, bei der ich Wissen vermittelt bekommen habe, sondern eine Zeit, in der ich mich wirklich gut begleitet gefühlt habe.“

Vom Erfahrungswissen zum professionellen Coaching
Andreas Niedrig
Besonders die Präsenzveranstaltungen haben Andreas’ Blick aufs Coaching verändert. Als Speaker steht er normalerweise selbst im Mittelpunkt und gibt Impulse. In der Weiterbildung hat er eine andere Rolle kennengelernt: die des Begleiters, der sich stärker auf sein Gegenüber konzentriert. „Es geht viel mehr darum, die richtigen Fragen zu stellen und dem anderen dabei zu helfen, seine eigene Lösung zu finden.“

Auch seine eigene Lebensgeschichte sieht er heute differenzierter. Sie kann Menschen inspirieren, ist aber keine allgemeingültige Anleitung: „Früher habe ich gezeigt, was möglich ist. Heute unterstütze ich Menschen dabei herauszufinden, was für sie möglich ist.“

Mehr Sicherheit für die eigene Arbeit
Das Wissen aus der Weiterbildung nutzt der 58-Jährige heute vor allem in seinen Vorträgen und Coachings. Während er früher in erster Linie aus seiner eigenen Lebensgeschichte und seinen Erfahrungen als Profisportler schöpfte, kann er viele Themen heute zusätzlich wissenschaftlich einordnen. Das gibt ihm mehr Sicherheit, wenn er über Motivation, Stress, Resilienz oder mentale Stärke spricht.

Besonders wertvoll sind für ihn aber auch die Methoden, die sich unmittelbar in die Praxis übertragen lassen. Dazu gehören etwa Entspannungsübungen, die er in den Präsenzseminaren kennengelernt und selbst ausprobiert hat. Einige davon setzt er heute nicht nur bei Vorträgen oder im Coaching ein, sondern auch für sich selbst, zum Beispiel, um nach intensiven Situationen bewusst zur Ruhe zu kommen.

Gerade diese Verbindung aus theoretischem Hintergrund und konkreten Werkzeugen macht für ihn den Mehrwert der Weiterbildung aus. Seine persönliche Geschichte bleibt dabei ein wichtiger Teil seiner Arbeit. Gleichzeitig kann er seine Erfahrungen heute besser einordnen und professioneller weitergeben: „Früher hatte ich die Erfahrung. Heute habe ich dazu auch noch die Bedienungsanleitung.“

Lernen kennt kein Alter
Mit Ende 50 noch einmal eine Weiterbildung zu beginnen, war für Andreas kein Selbstzweck. Er wollte seinen bisherigen Erfahrungsschatz erweitern und genauer verstehen, was hinter vielen Dingen steckt, die er über Jahre selbst erlebt, ausprobiert und in seiner Arbeit weitergegeben hat.

Dabei wurde ihm schnell klar, dass langjährige Erfahrung und neues Wissen keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Gerade wer bereits viel Praxis mitbringt, kann davon profitieren, das eigene Handeln noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und wissenschaftlich einzuordnen.

„Wenn Du schon viel kannst, ist eine Weiterbildung vielleicht nicht dazu da, Dir zu zeigen, was Du noch nicht kannst. Sie kann Dir helfen, das, was Du kannst, noch besser zu verstehen und professioneller weiterzugeben“, erläutert der Ex-Profisportler.

Für Andreas war genau das der entscheidende Mehrwert der Weiterbildung. Seine bisherigen Erfahrungen wurden ergänzt und auf ein fundierteres Fundament gestellt. Und auch persönlich hat ihn die Weiterbildung in einer Überzeugung bestärkt: Lernen ist keine Frage des Alters, sondern der eigenen Neugier und der Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.

Wir wünschen Andreas Niedrig auf seinem weiteren Weg alles Gute!

 

 

Foto: Karsten Andreas