08.06.2021

„Man benötigt Eigenantrieb, Willen und ein klares Ziel vor Augen.“

Am IST freuen wir uns über das 20-jährige Bestehen unserer betrieblichen Ausbildung „Sport- und Gesundheitstrainer/Sport- und Fitnessbetriebswirt“. Wir sind stolz, viele junge Menschen auf ihrem Weg ein Stück begleitet zu haben, von denen zahlreichen eine tolle Karriere gelungen ist. Einer von ihnen ist Marcel Reichel.

Marcel Reichel wollte damals seine Leidenschaft für die Fitnessbranche zum Beruf machen. Deshalb entschied sich der gelernte Industriemechaniker 2013 für die betriebliche Ausbildung zum „Sport- und Gesundheitstrainier / Sport- und Fitnesskaufmann“ am IST-Studieninstitut.

IST: Herr Reichel, Sie sind Industriemechaniker. Wie sind Sie denn in der Fitnessbranche gelandet?
Marcel Reichel:
Während meiner ersten Ausbildung bei der BMW Group habe ich nebenbei als Fitnesstrainer bei Fit Plus gearbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass mir das Arbeiten mit Menschen viel mehr Spaß macht als mein Job als Industriemechaniker. In der Fitness- und Gesundheitsbranche baut man einen persönlichen Bezug zu seinen Kunden auf. Das gefällt mir.

Und dann haben Sie Ihren Nebenjob so gut gemacht, dass Ihnen der Geschäftsführer des Studios anbot, die Ausbildung zum „Sport- und Gesundheitstrainier / Sport- und Fitnesskaufmann“ zu machen?
Reichel (lacht):
Ja, genau so war´s. Neben der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen, hat mich aber schon damals an der Fitnessbranche das große Potenzial, das in ihr steckt, gereizt. Bisher hat die Branche leider noch keine große Anerkennung als Gesundheitsdienstleister in der Politik gefunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Branche in den nächsten Jahren einen riesigen Zuwachs erleben und ihr Stellenwert sich damit deutlich verbessern wird.

IST: Haben Sie Ihre Entscheidung für die Fitnessausbildung jemals bereut?
Reichel:
Nein! Meine Erwartungen wurden ja komplett erfüllt. Ich konnte praktisch in meinem Studio direkt mit den Kunden arbeiten, habe eine studiointerne Ausbildung genossen und mir zusätzlich noch die Theorie durch die Präsenzphasen erarbeiten können. Ich kann die IST-Ausbildung nur jedem ans Herz legen, der einen Fuß in die Fitnessbranche setzen will. Die Ausbildung ist der perfekte Grundstein für eine Karriere in der Fitnessbranche, um sich zu positionieren und dann selbständig weitere Fortbildungen, Trainerscheine und Lizenzen zu absolvieren.

IST: Sie jonglieren heute mit drei Jobs. Sie sind Personal Trainer, Groupinstructor und Assistent der Geschäftsführung im rehavital gesundheitssport e.V. und Standortleitung Rehasport beim Fit Plus Fitnesscenter. Das klingt anstrengend. Was reizt Sie an diesem Mix?
Reichel:
Ich habe ganz unterschiedliche Motive. Im Personaltraining reizt mich besonders, jeden Kunden als Individuum zu betrachten und gemeinsam mit dem Kunden das persönlich gesetzte Ziel zu erreichen. Ich möchte den Sport als Lebenseinstellung meiner Kunden verankern. In meiner Position im rehavital gesundheitssport e.V. versuche ich das Konzept des Rehasportes bestmöglich bei unserem Standortpartner zu integrieren, um so zu einem der besten Gesundheitsanbieter in diesem Bereich zu werden. Als Standortleitung Rehasport beim Fit Plus Fitnesscenter bin ich stolz darauf, einen der größten Rehastandorte Deutschlands zu managen – von der Personalplanung, über die Neukundenakquise und das Marketing bis zum Sport mit den Rehapatienten.

IST: Das hört sich nach viel Abwechslung an. Aber gibt es für Sie dennoch einen typischen Tagesablauf?
Reichel:
Nein. Kein Tag ist wie der andere. Ich habe beispielsweise feste Kurszeiten für das Indoorcycling, Langhanteltraining und Functional Training. Für den rehavital gesundheitssport e.V. habe ich feste Arbeitszeiten, in denen ich mich um Standortakquise, EDV, Betreuung, Schulung neuer Standorte und Mitarbeiter, Abrechnungsthemen, und vieles mehr kümmere. Dazwischen lege ich meine Personalfitnesstrainings mit meinen Kunden, die ich hauptsächlich outdoor mache, betreue Firmen sowie Gemeinden und organisiere die Tätigkeit als Bereichsleiter Rehasport beim Fit Plus Fitnesscenter. Bei mir gibt es keine Alltagsroutine.

IST: Sie müssen ein echtes Organisationstalent sein, um drei Jobs unter einen Hut zu bekommen. Respekt! Aber damit sind Sie doch langfristig sicher nicht zufrieden?
Reichel:
Stimmt. Die Ausbildung war für mich der Grundbaustein für meine Karriere in der Fitnessbranche. Ich konnte mir die Bereiche heraussuchen, in denen meine Stärken liegen, mich weiterbilden und so viel erreichen. Nach der Ausbildung habe ich noch ein fachgebundenes Abitur gemacht und sogar anschließend ein BWL-Studium absolviert.  Um meine Fortbildungen, Lizenzen und Reisen zu finanzieren, habe ich neben meinen Hauptjobs in der Fitnessbranche als Cocktailbarkeeper gearbeitet und war in der Betriebsleitung bei der Stars Projekt & Event GmbH. Die haben mehrere Standorte und einen davon hab ich komplett geleitet. Das Herzerl in Landshut. Das alles habe ich mit Eigenantrieb, einem starken Willen und einem klaren Ziel vor Augen geschafft. Meine Reise ist auch hoffentlich noch nicht zu Ende. Ich besuche regelmäßig Fortbildungen, um mein Ziel zu erreichen.

IST: Und wie sieht das aus?
Reichel:
Da meine Träume in greifbarer Nähe sind, möchte ich jetzt noch nicht zu viel verraten. Das nächste Jahr wird aber in jedem Fall spannend. Es warten einige interessante Aufgaben und Herausforderungen auf mich.

Wir drücken Marcel Reichel die Daumen!

 

Er ist übrigens auch im Netz zu finden. Auf Insta, bei Facebook und unter www.marcelreichel.de.

Alle Informationen zur betrieblichen Ausbildung finden Sie hier.