06.08.2021

„In meinem Job bekomme ich täglich Applaus.“

Applaus im Job – für Künstler Alltag! Annette Büsing ist aber weder Schauspielerin noch Musikerin, freut sich trotzdem jeden Tag über Beifall klatschendes Publikum. Wo? In der Sauna.

Die 44-Jährige ausgebildete Masseurin und medizinische Bademeisterin ist im OLANTIS Huntebad in Oldenburg als Sauna-Meisterin tätig. Hier gibt es eine Saunalandschaft, ein Erlebnisbad, ein Freibad und eine Wellnessanlage. Angefangen hat sie als Hilfskraft, wurde aber nach kurzer Zeit zur stellvertretenden Bereichsleiterin befördert. Ein rasanter Aufstieg.

Annette BüsingIST: Frau Büsing, an welchem Punkt in Ihrem Leben war Ihnen klar, dass Sie beruflich „irgendwas mit Wasser“ machen wollten?
Annette Büsing
: Im Grunde war ich schon mein Leben lang sehr Wasser-bezogen. Es gab im Garten meiner Eltern ein Schwimmbad und mein Vater war Bademeister. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich mit drei Jahren bereits mein Seepferdchen-Abzeichen hatte und bei der DLRG Mitglied wurde. Mittlerweile habe ich meinen Lehrschein bei der DLRG gemacht und bilde jede Woche Kinder im Schwimmen und Rettungsschwimmen aus.

IST: Da Sie heute immer noch in der Bäderbranche tätig sind, kann man davon ausgehen, dass Ihre damalige Entscheidung richtig war?
Büsing:
Ich bin ja nicht in der Bäderbranche geblieben.

IST: Ach so, Sie sind also nicht „immer noch“, sondern „wieder“ in der Bäderbranche tätig. Wie kam es dazu?
Büsing:
Direkt im Anschluss an meine Ausbildung habe ich aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung zur Steuerfachangestellten begonnen, mich aber dann fürs Muttersein entschieden. Danach habe ich mehrere Jahre das Büro meines damaligen Mannes geleitet.
Aber nach der Trennung kam die Neuorientierung – auch beruflich. Ich wollte gerne wieder mit Menschen zu tun haben und meine beruflichen Qualifikationen und meine Hobbys verbinden.

IST: Und? Haben Sie diese Entscheidung bereut?
Büsing (lacht)
: Im Leben nicht! Im Gegenteil: ich gehe sehr gerne zur Arbeit und genieße jeden Tag.

IST: Sie haben ja auch wirklich Grund zur Freude. Von der Sauna-Aushilfe zur stellvertretenden Bereichsleitung der Saunawelt. Innerhalb von nur anderthalb Jahren. Wie haben Sie das geschafft?
Büsing:
Na ja, ich bin ja eine qualifizierte Fachkraft für einen Bäderbetrieb. Das Wissen, das ich für den Sauna-Bereich benötige, habe ich mir in der Weiterbildung zur Sauna-Meisterin angeeignet. Und da ich Spaß am Job, eine schnelle Auffassungsgabe und Leidenschaft für das Saunieren habe, war ich offensichtlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

IST: Das hört sich richtig gut an. Was machen Sie in Ihrer Position eigentlich den ganzen Tag?Annette Büsing
Büsing (lacht):
Die Frage ist ein bisschen frech. Ich bin gut ausgelastet. Ich kümmere mich um viel Organisatorisches und unterstütze meine Bereichsleitung bei der Erstellung von Ablauf- und Aufgussplänen sowie in Personalangelegenheiten. Darüber hinaus arbeite ich ja täglich in der Saunaschicht oder stehe am Counter und kümmere mich um die Fragen unserer Gäste. Das sind keine Kleinigkeiten.

IST: Sie haben ja erwähnt, dass Sie bei uns die Weiterbildung zur Sauna-Meisterin absolviert haben.  Bei Ihrer Vorbildung könnte man glauben, Ihnen läge unsere Weiterbildung „Bäderbetriebsmanagement“ näher. Warum dann doch die „Sauna-Meisterin“?
Büsing:
Durch meinen neuen Partner bin ich zur regelmäßigen Sauna-Besucherin geworden und habe dabei meine Leidenschaft für diesen Beruf entdeckt. Deshalb meine Bewerbung bei Olantis. Nach einem Jahr wollte ich mir mehr Hintergrundwissen aneignen. Den Saunameister zu machen, war da der richtige Weg für mich.
 
IST: Man hört, Sie lieben Ihren Job!?
Büsing:
Oh ja! Es ist der einzige Job, bei dem man quasi mehrmals täglich Applaus bekommt! Dazu kommt, dass kein Tag wie der andere ist, und der Kontakt zu Menschen, die im Entspannungs- und Erholungsmodus sind, diesen Beruf sehr angenehm macht.

Alle Informationen zur Weiterbildung finden Sie hier.