19.01.2022

„Die mentale Einstellung ist entscheidend für persönliches Glück“

Erfolgreiche Ausbildung, attraktiver Job, Karriere in Aussicht – und dann doch alles in Frage gestellt. Manchmal muss man mit diesem Schritt nicht bis zur Midlife-Crisis warten. Natalie Gutberlet entschied sich schon mit 24 Jahren für einen beruflichen Neuanfang.

Nach ihrer kaufmännischen Ausbildung in einem Lebensmittelgroßhandel stieg Natalie Gutberlet ins Personalmanagement ein. Sie hätte zufrieden sein können. Trotzdem machte sich innere Unzufriedenheit breit. Ihr fehlte einfach die nötige Identifizierung mit ihrem Job. Gleichzeitig wusste sie aber nicht, welche berufliche Richtung sie einschlagen sollte. Sie drehte sich im Kreis.

Kurzerhand warf sie alles hin und machte sich auf den Weg nach Neuseeland. „Dort hatte ich eine unglaublich schöne Zeit, in der ich viel reflektierte und mich auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren konnte“, erinnert sich die junge Frau. „Schließlich habe ich den Entschluss gefasst, in die Gesundheitsbranche einzusteigen.“

Seit etwa einem Jahr nun studiert Gutberlet Ökotrophologie. Zeitgleich absolviert sie am IST die Weiterbildung „Stress- und Mentalcoach“. Mit dieser Kombination möchte sie sich auf das Thema „Gesundheit“ konzentrieren.

„Mein Auslandsaufenthalt hat etwas in mir ‚wachgerüttelt‘.  Auf mich allein gestellt hatte ich Zeit und Muße, wirklich in mich zu gehen und Antworten auf für mich wichtige Fragen des Lebens zu finden“, berichtet Gutberlet. „Zurück in Deutschland habe ich mich intensiv mit mentalen Themen beschäftigt: Bücher gelesen, Podcasts angehört und Vorträge angesehen. Ich bin immer noch fasziniert, wie Einstellungen, Erwartungen sowie die Wahrnehmung das eigene Leben und den Erfolg lenken. Und welchen weitreichenden Einfluss allein Gedanken auf die Gesundheit haben. Außerdem bin ich überzeugt, dass jeder mit einer positiven Einstellung und Denkweise viel bewegen kann. Die mentale Einstellung ist für mich ein entscheidender Schlüssel für persönliches Glück.“

Normalerweise besuchen ältere, lebenserfahrene Menschen die Weiterbildung zum Stress- und Mentalcoach. Warum entscheidet sich eine erst 24-Jährige parallel zum Studium für einen solchen Schritt?

„Wichtig ist mir beim Thema ‚Gesundheit‘ der Ansatz der Ganzheitlichkeit. Wenn ich mich beispielsweise individuell gesund ernähre und gleichzeitig täglich unendlich viele Sorgen und Ängste habe, die mir die Energie rauben und körperliche und geistige Probleme entstehen lassen, kann ich mit der Ernährung allein keine vollkommene Gesundheit herstellen oder aufrechterhalten. Die Psyche spielt für die Gesundheit eine sehr große Rolle.“

Von der Weiterbildung erhofft sich Gutberlet in erster Linie umfangreiches Wissen und Techniken zur Stressbewältigung. Denn das Thema „Stress“ hat sie für sich als persönliche Herausforderung, aber auch als berufliche Perspektive entdeckt. „Bereits Babys im Bauch empfinden Stress. Also ist Stress ein Phänomen, das ganz unabhängig vom Alter auftritt. Ausnahmslos jeder ist in seinem Leben mit stressigen Situationen konfrontiert und muss zwangsläufig damit umgehen. Wenn man sich bereits im jungen Alter stressmindernde Verhaltensweisen aneignet und von produktiven Denkmustern gesundheitlich profitiert, dann schafft man zugleich eine Grundlage für das Alter, um sich selbst zu entlasten und etliche stressbedingte Krankheiten bis hin zum Burnout vorzubeugen“, erläutert die Studentin ihr Interesse am Stressmanagement. „Daher beschäftige ich mich bereits jetzt mit Stressbewältigungsmaßnahmen und möchte diese verinnerlichen. In meinem Studium kann ich mein neu gewonnenes Wissen dann gleich in die Tat umsetzen.“

Außerdem ist sie davon überzeugt, dass sie einer ganzheitlichen Gesundheit ein großes Stück näherkommt, wenn sie gesunde Ernährung mit mentalen Aspekten kombiniert. „Daher strebe ich langfristig das Ziel an, Menschen hinsichtlich einer passenden Ernährung und auch psychosozial durch Beratungen zu unterstützen und somit zu mehr Gesundheit und Lebenszufriedenheit beizutragen. Und dafür benötige ich eben mein Studium – und die Weiterbildung.“

Alle Informationen zur Weiterbildung „Stress- und Mentalcoach“ finden Sie hier.